3. Tag - und über die Leiter zum Wilden Mann
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3 Tage auf der „Allgäu-Haute-Route“, Allgäuer Alpen

Mehrtageswanderung „Heilbronner Höhenweg“ ab Oberstdorf

Der Heilbronner Höhenweg ist eine beeindruckende, anspruchsvolle Mehrtageswanderung mit grandiosen Panoramablicken – kein Wunder, dass er auch gerne als die „Haute Route“ der Allgäuer Alpen bezeichnet wird. Der Steig besteht seit mehr als hundert Jahren und wurde bereits von Generationen Bergbegeisterter begangen. Um die lange Leiter am Grat des Steinschartenkopfs (2.615 m) – einst als eigentliche „Schlüsselstelle“ des Steiges bekannt – ranken sich so einige Legenden. Der „Heilbronner“ ist kein Klettersteig im strengen Sinn, aber ein langer Höhenweg, der da und dort mit Drahtseilen versichert ist: Ausdauer und technisches Können sind dafür Voraussetzung!

Die Bergführer:innen zeigen die beste Technik, achten auf ein angemessenes Tempo und unterstützen bei schwierigen Stellen. Dank ihrer Expertise und ihrer ausgezeichneten Ortskenntnis können sie jederzeit auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren und umsichtige Entscheidungen treffen. Du kannst dich voll und ganz auf sie verlassen und dich ganz auf das Erlebnis konzentrieren.

Für wen ist der Heilbronner Höhenweg ideal?

  • Für Bergbegeisterte, die das Herzstück der Allgäuer Alpen kennenlernen und grandiose Aussichten genießen wollen.
  • Für erfahrene Bergwander:innen, die schwindelfrei und sehr trittsicher sind.
  • Für Konditionsstarke, die kein Problem mit langen Tagen haben – bis zu 8 Stunden reine Gehzeit.
  • Für alle, die auf professionelle Führung durch staatlich geprüfte Bergführer:innen setzen möchten.
  • Für alle, die in punkto Routenwahl, Planung und Organisation auf die Expertise und Lokalkenntnis der OASE alpin vertrauen.

Du möchtest mit deinen Bergfreund:innen exklusiv unterwegs sein?

Frag gerne einen eigenen Termin für deine Gruppe an. →

3 Tage
6 - 10 Personen min. & max.

Termine







Wo verläuft der Heilbronner Höhenweg?

Ausgehend von Oberstdorf geht es am ersten Tag über Einödsbach und die Enzianhütte zur Rappenseehütte auf über 2.000 m Seehöhe. Hier beginnt der eigentliche Höhenweg über das Hohe Licht und den Bockkarkopf bis zum Waltenberger Haus. Am dritten Tag führt die Route zur Kemptner Hütte und hinunter in die Spielmannsau.

Was sind die Highlights des Heilbronner Höhenweges?

  • Wunderschöne Ausblicke auf die* Allgäuer und Lechtaler Alpen*
  • Luftige, drahtseilgesicherte Wege entlang felsiger Grate
  • 2 Nächte auf alpinen Schutzhütten
  • Der Blumenreichtum der Allgäuer Alpen

Wie ist der Ablauf des Heilbronner Höhenweges?

Tag 1:
Individuelle Anreise nach Oberstdorf.
9.30 Uhr: Treffpunkt im OASE-Büro, Bahnhofplatz 5, 87561 Oberstdorf (direkt am Gleis 1). Wiegen des Rucksacks.
10.00 Uhr: Tourstart

Tag 1 bis 3:
Gemeinsame Begehung des Heilbronner Höhenweges.

Tag 3:
Rückfahrt mit dem Bus nach Oberstdorf; Ankunft ca. 17.00 Uhr.

Unsere Leistungen

  • Führung durch staatlich geprüfte:n Bergführer:in
  • 2 × Übernachtung mit Halbpension
  • 2 × Busfahrt

Zusätzliche Aufwendungen – nicht Bestandteil des Reisepreises, abhängig vom persönlichen Bedarf:

Nach persönlichem Bedarf ca. 40 Euro pro Tag in bar für Getränke, Rucksackproviant, Parkgebühren etc.
Kartenzahlung ist auf den Hütten nicht möglich.

Anforderungen an dich


Konditionelle Voraussetzungen:
mittel
Bis zu 1.200 Höhenmeter im Auf- und Abstieg, Tagesetappen bis zu 9 Stunden reine Gehzeit.
Gehintervalle von bis zu 2 Stunden ohne Pause.
Technische Voraussetzungen: schwer
Trittsicherheit ist erforderlich. Bergerfahrung ist von Vorteil.

Programmablauf

1. Tag: Oberstdorf - Einödsbach - Enzianhütte - Rappenseehütte

↑ 1150 Hm 5 Std. 8 km

Wegekategorie:? 

Tourstart:
9.30 Uhr: Treffpunkt im OASE-Büro, Bahnhofplatz 5, 87561 Oberstdorf (direkt am Gleis 1). Wiegen des Rucksacks.
10.00 Uhr: Tourstart

Mit dem Linienbus geht es in die Birgsau im Stillachtal. Von hier führt der Weg zunächst auf einem Forstweg nach Einödsbach und weiter über einen schmalen Fußweg über die Petersalpe zur Enzianhütte (1.779 m). Nach einer wohlverdienten Pause wird der Aufstieg immer steiler, bis schließlich das erste Etappenziel, die Rappenseehütte (2.091 m), erreicht wird.

Das bringt der Tag
Eine schöne Eingehetappe mitten hinein in die grünen Allgäuer Alpen mit der stolzen Rappenseehütte als Etappenziel, wo übernachtet wird. Im Rappensee kann man sogar baden, Vorsicht ist allerdings aufgrund scharfkantiger Steine geboten.

Rappenseehütte (DE)
Abendessen

2. Tag: Rappensee Hütte - Hohes Licht (2.651 m) - Bockkarkopf - Waltenberger Haus

↑ 900 Hm ↓ 900 Hm 6,5 Std. 7 km

Wegekategorie:? 

Der abwechslungsreiche Weg führt zunächst von der Rappenseehütte über die Große Steinscharte hinauf zum Hohen Licht (2.651 m). Von dort hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Allgäuer und Lechtaler Alpen. Weiter geht es durch den engen Spalt des „Heilbronner Törle“ zur Kleinen Steinscharte und weiter über die „Leiter“ zum „Wilden Mann“, der durch griffige Drahtseile gesichert ist. Kurz darauf erreicht man die Socktalscharte. Auf dem Hauptkamm bleibend geht es auf einem raffiniert angelegten Steig über den Bockkarkopf (2.609 m) bis zur Bockkarscharte (2.504 m), wo der eigentliche Heilbronner Weg zu Ende ist. Der letzte Abschnitt dieser Etappe führt durch das steile Bockkar zum neu erbauten Waltenberger Haus (2.084 m), wo sogar schon Steinböcke auf der Terrasse gesichtet wurden.

Das bringt der Tag
Alpines Bergwandern vom Feinsten mit schöner Aussicht auf den Heilbronner Höhenweg in seiner gesamten Länge. Übernachtet wird im Waltenberger Haus, einem Alpenvereinsschutzhaus, das wie ein Adlerhorst an der Felswand thront.

Waltenberger Haus (DE)
Frühstück, Abendessen

3. Tag: Waltenberger Haus - Kemptner Hütte - Spielmannsau - Busfahrt Oberstdorf

↑ 450 Hm ↓ 1550 Hm 7 Std. 13 km

Wegekategorie:? 

Vom Waltenberger Haus (2.084 m) geht es zunächst wieder zur Bockkarscharte hinauf. Die Route führt weiter über die „Schwarze Milz“, den einzigen Gletscher des Allgäus, und das Westliche Mädelejoch (1.973 m) zur Kemptner Hütte. Nach einer ausgiebigen Rast geht es durch den Sperrbachtobel hinunter in die Spielmannsau (1.002 m) und mit dem Bus zurück nach Oberstdorf.

Das bringt der Tag
Noch einmal schöne Aussichten vom Mädelejoch, eine gemütliche Hütteneinkehr sowie ein steiler und bei Nässe etwas rutschiger Abstieg durch den Sperrbachtobel. Ankunft in Oberstdorf ca. 17.00 Uhr.

Frühstück
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Häufige Fragen zum Heilbronner Höhenweg

Für wen ist der Heilbronner Höhenweg geeignet?

Der Heilbronner Höhenweg ist einer der bekanntesten und spektakulärsten alpinen Steige in den nördlichen Kalkalpen (Allgäuer Alpen). Er ist jedoch kein gewöhnlicher Wanderweg, sondern eine alpine Unternehmung.

Der Weg ist ideal für erfahrene Bergwander:innen, die folgende Voraussetzungen mitbringen: Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und sehr gute Kondition

Welche Kondition und Bergerfahrung werden für den Heilbronner Höhenweg vorausgesetzt?

Konditionelle Anforderungen
  • Gehzeit: Du musst in der Lage sein, 7 bis 8 Stunden aktiv zu wandern.
  • Höhenmeter: Pro Tag bewältigst du oft zwischen 800 und 1.200 Höhenmeter im Auf- und Abstieg.
  • Du trägst dein gesamtes Gepäck (Hüttenschlafsack, Wasser, Verpflegung, Wechselkleidung) für 3 Tage. Das sind meist 8 bis 10 kg auf dem Rücken.

Bergerfahrung

„Wandern“ reicht hier nicht aus.

Trittsicherheit & Schwindelfreiheit
  • Felskontakt: Du musst dich wohl dabei fühlen, die Hände zur Hilfe zu nehmen (leichtes Kraxeln, I. Schwierigkeitsgrad nach UIAA).
  • Exponierte Stellen: Der Weg führt über die Leiter am Steinschartenkopf und schmale Grate.
  • Untergrund: Du musst dich sicher auf losem Geröll, Schutt und Fels bewegen können.
  • Altschneefelder: Selbst im Hochsommer können in den Nordflanken oft noch Altschneefelder liegen. Du musst wissen, wie man diese sicher quert.
Folgende Fragen solltest du mit Ja beantworten können:
  • Hast du bereits Touren mit mehr als 1.000 Höhenmetern ohne größere Erschöpfung absolviert?
  • Bist du schon einmal auf schmalen Graten gewandert, bei denen es links und rechts steil bergab ging?
  • Kannst du dich sicher in Blockgelände (große Felsbrocken) bewegen?
  • Hast du Erfahrung mit dem Begehen von drahtseilversicherten Passagen?

Einordnung der Schwierigkeit

Nach der offiziellen Bergwegklassifizierung des Alpenvereins ist der Heilbronner Höhenweg als schwarzer Bergweg (schwer/SAC-Wanderscala T4–T5) eingestuft.

Ist der Heilbronner Höhenweg für Anfänger:innen geeignet?

Nein, der Heilbronner Höhenweg ist für Anfänger:innen nicht geeignet.
Auch wenn er „Weg“ heißt, handelt es sich um eine alpine Bergwanderung/Gratüberschreitung.

Wie anspruchsvoll sind die ausgesetzten und gesicherten Passagen?

Die eigentliche Herausforderung ist nicht eine einzelne Stelle, sondern die Dauer der Ausgesetztheit.

  • Gelände: Du bewegst dich auf einem Steig, der oft kaum breiter als ein Handtuch ist. Links und rechts geht es steil in die Tiefe.
  • Nicht der gesamte Weg ist drahtseilversichert! Viele exponierte Gehpassagen erfordern absolute Konzentration und Trittsicherheit.



Element Schwierigkeitsgrad Einschätzung
Bergsteigen I. Grad (UIAA) Leichtes Kraxeln, Hände werden zur Balance benötigt.
Seilversicherung Kategorie A/B Einfach, Drahtseile dienen primär als Geländer/Haltegriff.
Mental Hoch Konzentration. Die Dauer in exponiertem Gelände ermüdet den Geist schneller als die Beine.

Wie viele Kilometer und Höhenmeter werden pro Tag zurückgelegt? Wie lange sind die Gehzeiten?

1. Tag: Aufstieg zur Rappenseehütte

Von Oberstdorf geht es mit dem Bus nach Birgsau, dort startet der Aufstieg.

  • Strecke: ca. 8 km
  • Höhenmeter: ca. 1.150 Höhenmeter Aufstieg
  • Gehzeit: ca. 5 Stunden
  • Charakter: Stetiger Aufstieg über Forst- und Wanderwege (Einödsbach, Enzianhütte) bis zur Rappenseehütte (2.091 m).

2. Tag: Der Heilbronner Weg (Königsetappe)

Dies ist der technisch und konditionell anspruchsvollste Teil.

Abstieg zum Waltenberger Haus

  • Strecke: ca. 7 km
  • Höhenmeter: ca. 900 Höhenmeter Aufstieg | 900 Höhenmeter Abstieg
  • Gehzeit: ca. 6,5 Stunden
  • Charakter: alpiner Gratweg. Inklusive Gipfelbesteigung des Hohen Lichts (2.651m) und Überschreitung des Bockkarkopfs (2.609m). Viel Felskontakt, Leiter und Drahtseilsicherungen.

3. Tag: Abstieg ins Tal

Vom Waltenberger Haus über die Kemptner Hütte zurück nach Oberstdorf.

  • Strecke: ca. 13 km
  • Höhenmeter: ca. 450 Höhenmeter Aufstieg | 1.550 Höhenmeter Abstieg
  • Gehzeit: ca. 7 Stunden
  • Charakter: Steiler Abstieg durch den Sperrbachtobel zurück in Richtung Birgsau/Einödsbach und Rückreise nach Oberstdorf.

Wo wird während der Tour übernachtet?

Bei der klassischen 3-Tage-Tour übernachtest du in folgenden Schutzhütten der Allgäuer Alpen:

1. Nacht: Rappenseehütte (2.091 m)
Dies ist die erste Station nach dem Aufstieg von Oberstdorf/Birgsau.
Charakter: Sie ist eine der größten und bekanntesten DAV-Hütten. Trotz ihrer Größe ist sie sehr gemütlich und liegt direkt oberhalb des malerischen Rappensees.
Highlight: Abends Murmeltiere direkt an der Hütte beobachten.

2. Nacht: Waltenberger Haus (2.084 m)
Diese Hütte wurde vor einigen Jahren komplett neu gebaut und ist modern, aber dennoch alpin puristisch. Sie liegt spektakulär in einem Felsenkessel

Welche Ausrüstung benötige ich für den Heilbronner Höhenweg?

Bekleidung (Zwiebelprinzip)
  • Bergschuh: Kategorie B bis B/C mit griffiger Sohle
  • Wandersocken
  • Funktionsunterwäsche: schnelltrocknend (keine Baumwolle!)
  • Hardshell-Jacke: wind- und wasserdicht (Gore-Tex o.ä.)
  • Isolationsschicht: eine dünne Daunen- oder Primaloftjacke bzw. ein dickes Fleece (auch im Sommer!)
  • Wanderhose: robust und elastisch
  • Zubehör: leichte Handschuhe und eine Mütze (am Grat pfeift oft ein eisiger Wind)
Ausrüstung
  • Rucksack: 25 bis 30 Liter Volumen sind ideal.
  • Optional Teleskopstöcke (kleines Packmaß): Am Grat selbst und im Fels werden sie am Rucksack befestigt, damit die Hände zum Greifen frei sind.
  • Steinschlaghelm: empfehlenswert.
  • (nicht zwingend erforderlich) Klettersteigset: Für Anfänger:innen oder bei Unsicherheit ratsam, erfahrene Alpinist:innen gehen meist ohne.
Verpflegung
  • Wasser: ca. 1 bis 1,5 Liter. Auf dem Heilbronner Weg selbst gibt es keine Quellen!
  • Energie: Riegel, Nüsse, Trockenobst und eine kleine Brotzeit für den Gipfel.
  • Notfall: Erste-Hilfe-Set (inkl. Blasenpflaster!), Rettungsdecke und ein aufgeladenes Smartphone.
  • Sonnenschutz: Sonnenbrille, Sonnencreme und Kopfbedeckung.
Für die Hütte (Übernachtung)
  • Hüttenschlafsack
  • Leichte Hüttenschuhe

Pro-Tipp: Packe alles, was trocken bleiben muss (Schlafsack, Wechselwäsche), in wasserdichte Dry-Bags oder einfache Gefrierbeutel. Ein Regenschutz für den Rucksack hält meist nicht hundertprozentig dicht.

Wie groß ist die Gruppe bei dieser geführten Wanderung?

6 bis 10 Personen

Was passiert bei schlechtem Wetter oder ungünstigen Bedingungen?

„Sicherheit vor Gipfel“

Eine Tour wird wegen einer schlechten Vorhersage selten vorab komplett abgesagt, es sei denn, es herrscht eine extreme Unwetterwarnung oder massiver Schneefall. Gewandert wird auch bei Regen – allerdings nicht auf dem Grat.

Die Alternativrouten am Heilbronner Weg

Sollte der Gratweg aufgrund des Wetters/der Gewittergefahr zu riskant sein, gibt es bewährte Ausweichmöglichkeiten:

  • Umgehung im Tal: Statt über den Grat zu gehen, führt der:die Bergführer:in die Gruppe meist tiefer gelegen von Hütte zu Hütte.
  • Warten auf der Hütte: Manchmal wird der Start am Morgen um 1 bis 2 Stunden verzögert oder hinausgeschoben, um ein Wetterfenster abzupassen.

Spezielle Gefahren bei schlechten Bedingungen

  • Gewitter: Der Heilbronner Weg verläuft über weite Strecken direkt auf dem Grat und ist teilweise mit Drahtseilen gesichert. Man startet hier oft früh, um mittags bereits die exponierten Stellen hinter sich zu haben.
  • Altschnee: Im Frühsommer (Juni/Juli) können Schneefelder den Weg unpassierbar machen. Der:die Bergführer:in entscheidet dann, ob mit Pickel/Grödeln gegangen wird oder eine Umgehung nötig ist.
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