Panorama Selvaggio Blu
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7 Tage echtes Abenteuertrekking an der Sardischen Traumküste – wild, einsam, unvergleichbar spektakulär, ursprünglich

Mehrtagestrekking „Selvaggio Blu“ mit Kletterpassagen, Sardinien

Es gibt Wege, die mehr sind als eine Wanderung – der Selvaggio Blu gehört dazu. Entlang der felsigen Ostküste Sardiniens führt der „Wilde Blaue“ durch eine raue, naturbelassene Landschaft. Nicht umsonst wird die Route als eine der schönsten, aber auch anspruchsvollsten Trekkingtouren Italiens bezeichnet.

Auf dieser Wanderung erlebst du alles, was zu einem richtigen Abenteuer dazugehört: einsame Buchten mit grandiosen Ausblicken, schmale Pfade und anspruchsvolle Kletterpassagen mit luftigen Abseilstellen. Du verbringst Abende am Lagerfeuer und übernachtest unter dem Sternenhimmel, fernab von Luxus und Lärm.

Die 7-tägige Tour führt von Santa Maria Nevarrese entlang der bekannten Steilküste des Golfo di Orosei bis nach Cala Sisine. Manchmal folgst du nur noch schwach erkennbaren historischen Hirtenpfaden, teilweise bist du weglos durch das Gestrüpp der Macchia unterwegs oder wanderst entlang ausgesetzter Felsbänder zu traumhaften Buchten.

Um die Schönheit dieser Küstenlandschaft langfristig zu bewahren, ist der Zugang staatlich limitiert: Jeden Tag darf nur eine begrenzte Anzahl von gut trainierten Bergsteiger:innen zu dieser Tour aufbrechen – das sorgt für Ruhe und wenig frequentierte Wege.

Für wen ist der Selvaggio Blu ideal?

  • Für erfahrene, ausdauernde Bergsteiger:innen, die schwindelfrei und absolut trittsicher sind, Kletterstellen bis zum IV. Schwierigkeitsgrad meistern und kein Problem mit langen Abseilstellen haben.
  • Für Sardinienfreund:innen, die steile Felsen, das wilde, tiefblaue Meer und einsame Buchten lieben.
  • Für Abenteuerlustige, die Lagerfeuer und Zelt jedem Hotelzimmer vorziehen.
  • Für alle, die bei Planung und Organisation auf die Expertise von OASE alpin vertrauen.
  • Für Sicherheitsbewusste, die sich gerne auf die professionelle Führung durch staatlich geprüfte Bergführer:innen verlassen wollen.
7 Tage
6 - 10 Personen min. & max.

Termine

26.05. - 01.06.2026
Dienstag - Montag
8 Plätze frei
1495,00 € - Standard
Personen
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02.06. - 08.06.2026
Dienstag - Montag
6 Plätze frei
geplanter Guide
1495,00 € - Standard
Personen
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Garantiert
15.09. - 21.09.2026
Dienstag - Montag
8 Plätze frei
1495,00 € - Standard
Personen
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22.09. - 28.09.2026
Dienstag - Montag
8 Plätze frei
1495,00 € - Standard
Personen
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Wo verläuft der Selvaggio Blu?

Der Selvaggio Blu beginnt am Strand von Pedra Longa und führt entlang der Steilküste durch die oft wilde Macchia, über ausgesetzte Felspassagen und lange Abseilstellen zu wunderschönen Buchten und fantastischen Aussichtsplätzen. Der Endpunkt ist der Strand von Cala Sisine.

Was sind die Highlights des Selvaggio Blu?

  • Wunderschöne Aussichtspunkte über die Steilküste
  • Traumhaft schöne Buchten mit weißem Kies und tiefblauem Wasser
  • Versteckte Pfade durch die wilde Macchia
  • Kletterstellen bis zum IV. Schwierigkeitsgrad und luftige Abseilstellen
  • Romantische Abende am Lagerfeuer

Wie ist der Ablauf der Trekkingwoche am Selvaggio Blu?

Tag 1:
Individuelle Anreise nach Baunai, Sardinien
10.30 Uhr: Treffpunkt beim Hotel Bia Maore*** Via S. Pietro 19, in 08040 Baunai
Tel. 0039 0782611033
11.00 Uhr Tourstart: Gemeinsame Fahrt zum Strand von Santa Maria Navarrese und Besprechung der Tourenwoche mit Sicherheitseinweisung und Abseilübungen im Klettergarten.

Tag 2 bis 6:
Gemeinsame Wanderung am Selvaggio Blu.

Tag 7:
Gemeinsame Rückfahrt nach Santa Maria Navarrese, Ankunft im Hotel Bia Maore*** um ca. 14.00 Uhr.

Unsere Leistungen

Wir von OASE alpin kümmern uns um die Permits und versorgen dich und die Gruppe täglich von einem Supportboot aus mit frischem Wasser und Lebensmitteln; Zelt und Schlafsack können dabei ebenfalls transportiert werden. Der Abfall wird aufgenommen und später umweltgerecht entsorgt.

Begleitet von staatlich geprüften Bergführer:innen kannst du dich voll und ganz auf das Gehen und die Landschaft konzentrieren. Du musst dich nicht um die schwierige Routenfindung kümmern und bei schwierigen Stellen kannst du dich auf professionelle Hilfestellung verlassen.

So bleibt Raum für das Wesentliche: Für eine Abenteuerwoche an der windumtosten Küste Sardiniens, die körperlich und mental herausfordert, dich dafür aber mit unvergesslichen Erlebnissen belohnt.

  • Staatlich geprüfte:r Bergführer:in
  • Organisation
  • 1 x Übernachtung mit Frühstück im Hotel
  • 4 x Frühstück und Abendessen während der Tour
  • 1 x Frühstück in Cala Sisine
  • Eintritt und Genehmigung für den Selvaggio Blu
  • Täglicher Support (Trinkwasserversorgung, Abfallentsorgung und Gepäcktransport) per Boot oder Geländefahrzeug
  • Rückfahrt von Cala Sisine nach Santa Maria mit dem Boot oder Geländefahrzeug

Zusätzliche Aufwendungen – nicht Bestandteil des Reisepreises, abhängig vom persönlichen Bedarf:

  • An- und Abreise nach Baunai – Sardinien
  • Ca. 50 Euro in bar für das Abendessen inkl. Getränke am ersten und am sechsten Abend.
  • Ca. 15 Euro pro Tag je nach persönlichem Bedarf, für Getränke, Rucksackproviant etc.
  • In den Einkehrmöglichkeiten ist Kartenzahlung nicht möglich.

Anforderungen an dich

Konditionelle Voraussetzungen: mittel
Bis zu 1.200 Höhenmeter im Auf- und Abstieg oder Tagesetappen bis zu 9 Stunden reine Gehzeit. Gehintervalle von 2 Stunden ohne Pause.

Technische Voraussetzungen: schwer
Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und Bergerfahrung sind unbedingt erforderlich. Alpinklettern im II.-IV. Schwierigkeitsgrad und das Meistern von ausgesetzten Wegpassagen sind Voraussetzung. Abseilstellen bis zu 50 m.

Sonstige wichtige Informationen:
Während der Tour gibt es nur provisorische Waschmöglichkeiten und keine Duschen. Die Toiletten sind provisorisch im Freien. Die Frischwasser- und Essensversorgung erfolgt durch den täglichen Support mit dem Boot oder Geländewagen (bei stürmischer See), ebenso die Entsorgung von Restmüll und der Transport der Campingausrüstung. Für die Nächte unter freiem Himmel wird Abenteuergeist und Flexibilität benötigt, fürs Kochen am Lagerfeuer ist Teamgeist gefragt.

7 Tage
6 - 10 Personen min. & max.

Programmablauf

1. Tag: Santa Maria Navarrese - Tourenbesprechung und Abseilübungen

Tourstart: 10.30 Uhr Hotel Bia Maore*** Via S. Pietro 19, in 08040 Baunai
Tel. 0039 0782611033

Gemeinsame Fahrt zum Strand von Santa Maria Navarrese und Besprechung der Tourenwoche mit Sicherheitseinweisung und Abseilübungen im Klettergarten. Am Abend typisches Essen bei einer Sardischen Hirtenfamilie.

Hotel Bia Maore (IT)

2. Tag: Pedra Longa - Ovile us Piggius - Camp Portu Pedrosu

↑ 700 Hm ↓ 700 Hm 7 Std. 12 km

Wegekategorie:? 

Fahrt nach Pedra Longa, einem Strand mit Kletterfelsen und Bar. Bereits hier genießen wir den Blick auf das Meer und bekommen einen Eindruck von der Sardischen Steilküste. Auf einfachen Pfaden wandern wir entlang der Küste, bevor der Weg in einen ausgetrockneten Canyon Richtung Gebirge abzweigt. Der Pfad wird schwieriger zu gehen, überall tun sich Spalten, Risse und Löcher auf. Unsere Trittsicherheit wird gefordert und wir balancieren über das scharfkantige Kalkgestein. Porto Cuau, eine einsame, versteckte Bucht, die zum Baden und Entspannen einlädt erreichen wir am späten Nachmittag. Rotwein und Pasta schmeckt so gut wie nie und die erste Nacht unter freiem Himmel ist vielleicht noch etwas ungewohnt.

Frühstück, Abendessen

3. Tag: Camp Portu Pedrosu - Ovile Fenos Trainos - Punta Salinas - Camp Genna Mudregu - Option: Cala Goloritzè

↑ 850 Hm ↓ 50 Hm 3 Std. 6 km

Wegekategorie:? 

Der perfekte Start in den Tag beginnt mit einem original italienischen Kaffee aus dem Bialetti Espressokocher. Das Lager wird wieder abgebaut und das Material im Boot verstaut. Mit leichtem Gepäck geht es los: Die Wege sind technisch nicht schwierig, aber nur für erfahrene Guides zu finden. Reste von alten, sehr einfachen Hütten aus Wachholderholz zeugen von vergangenen Kulturen. Immer wieder gelangen wir an Aussichtspunkte und überblicken die Steilküste. Am frühen Nachmittag erreichen wir den nächsten Lagerplatz „Genna Mudregu“, der geschützt unter Wachholderbäumen liegt. Wer möchte kann noch einen Abstecher zur traumhaft schönen Bucht Gala Goloritzè, die zu einem spätnachmittaglichen Badestop einlädt, machen.

Frühstück, Abendessen

4. Tag: Camp Genna Mudregu - Camp Arcu è su Tesaru

↑ 550 Hm ↓ 550 Hm 4 Std. 5 km

Wegekategorie:? 

Wir brechen früh auf, denn vor uns liegt ein langer, erlebnisreicher Tag. Heute sind die ersten Kletterpassagen zu meistern. Durch ein ausgetrocknetes Bachbett führt der Pfad direkt zu zwei kurzen Kletterstellen im IV. Grad. Der weitere Weg ist nun für uns ein Leichtes.
Kletterstellen im IV. Grad

Frühstück, Abendessen

5. Tag: Camp Arcu è su Tesaru - Abseilen - Höhle - Camp

↑ 650 Hm ↓ 650 Hm 7 Std. 6 km

Wegekategorie:? 

Viele Höhepunkte erwarten uns an diesem Tag: Unglaubliche Panoramen, mehrere luftige Abseilstellen und einsame Buchten zum Baden.
Was kann man mehr von einem Abenteuer verlangen?
Kletterstellen im IV. Grad

Frühstück, Abendessen

6. Tag: Camp - Strand von Cala Sisine

↑ 350 Hm ↓ 350 Hm 5 Std. 5,5 km

Wegekategorie:? 

Der letzte Tag auf dem Selvaggio Blu zeigt uns noch einmal die wilde Schönheit Sardiniens. In der Cala Biriola bleibt uns Zeit genug für ein Bad im unglaublich blauen Meer und wir genießen die warmen Sonnenstrahlen bevor es auf den letzten Abschnitt unserer Tour geht. Die von Hirten gebauten, waghalsigen Wege führen uns unter gewaltigen Wänden hindurch. Leichte Kletterstellen wechseln sich mit tollen Abseilstellen ab. Bald ist der Strand von Cala Sisine, dem Ziel unserer Tour erreicht. Bei Wein und einem typisch sardischen Abendessen lassen wir dieses besondere Abenteuer noch einmal Revue passieren und würden am liebsten diesen wunderbaren Platz nicht mehr verlassen.

Frühstück, Abendessen

7. Tag: Cala Sisine - Bootsfahrt - Santa Maria Navarrese

Den Morgen verbringen wir noch am Strand von Cala Sisine, bevor wir entweder mit dem Boot oder mit dem Geländewagen zurück nach Santa Maria Navarrese fahren. Aus Wanderkollegen sind Freunde geworden und bei einer geselligen Runde in der Strandbar werden schon Pläne für das nächste Abenteuer geschmiedet. Ankunft im Hotel Bia Maore*** ca. 14.00 Uhr.

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Häufige Fragen zum Selvaggio Blu

Für wen ist das Mehrtagestrekking am Selvaggio Blu geeignet?

Der Selvaggio Blu ist nichts für Gelegenheitswander:innen – er gilt als einer der anspruchsvollsten Trekkings im Mittelmeerraum. Kurz gefasst ist das Mehrtagestrekking für erfahrene Berggeher:innen mit Abenteuergeist geeignet.

Technische Voraussetzungen

  • Klettererfahrung: Du musst dich sicher in felsigem Gelände bewegen (I-II. Schwierigkeitsgrad nach UIAA).
  • Abseilkenntnisse: Es kommen Abseilstellen von bis zu 50 Metern vor.
  • Trittsicherheit & Schwindelfreiheit: Die Pfade sind oft ausgesetzt, weglos und führen über schroffes Kalkgestein.

Konditionelle Anforderungen (mittel bis hoch)

  • Ausdauer: Du solltest fit genug für Tagesetappen bis zu 7 Stunden reiner Gehzeit sein.
  • Höhenmeter: Täglich sind bis zu 800 Höhenmeter im Auf- und Abstieg zu bewältigen.
  • Hitze: Die sardische Sonne und das wasserarme Gelände erhöhen die körperliche Belastung erheblich.

Mentalität & Komfort

  • Teamgeist & Flexibilität: Gekocht wird gemeinsam am Lagerfeuer, die Nächte verbringst du unter freiem Himmel (Biwak).
  • Verzicht auf Luxus: Es gibt keine Duschen und nur provisorische Wasch- und Toilettenmöglichkeiten im Freien.
  • Gepäck: Dank Boot- oder Jeep-Support trägst du nur einen Tagesrucksack, dennoch ist die Tour physisch fordernd.

Zusammengefasst

Wenn du über alpine Erfahrung (Klettersteig/Abseilen) verfügst, kein Problem mit Hitze und Draußen-Schlafen hast und eine echte Herausforderung fernab ausgetretener Pfade suchst, ist die Tour ideal für dich.

Welche Kondition und alpine Erfahrung werden für den Selvaggio Blu vorausgesetzt?

Der Selvaggio Blu ist kein „Wanderweg“, sondern eine alpine Unternehmung im weglosen Gelände.

1. Alpine Erfahrung (Klettersteig & Technik)

  • Klettertechnik: Du solltest dich in felsigem Gelände bis zum II. Schwierigkeitsgrad (UIAA) sicher bewegen können.
  • Abseilen: Es gibt Abseilpassagen bis zu 50 Meter.
  • Du bewegst dich auf Karstgestein, Geröll und durch dichte Macchia.

2. Kondition (Ausdauer & Belastbarkeit)

  • Durchhaltevermögen: Du benötigst Kondition für 6 bis 8 Stunden tägliche Belastung.
  • Höhenmeter: Unterschätze die kumulierten Höhenmeter nicht (bis zu 800 Höhenmeter pro Tag), da der Weg ständig steil auf und ab führt.
  • Resistenz gegen Hitze: Die Tour findet oft bei Temperaturen über 25 Grad in praller Sonne statt, was den Puls und den Wasserbedarf in die Höhe treibt.

3. Psychische Belastbarkeit

  • Exposition: Du bewegst dich oft an hohen Klippen direkt über dem Meer.
  • Einfachheit: Die Bereitschaft für das Übernachten im Freien (Biwak) und den Verzicht auf sanitäre Anlagen muss vorhanden sein.

Wenn du regelmäßig in den Alpen auf T4/T5-Wegen (nach SAC-Skala) unterwegs bist und Erfahrung im Klettersteiggehen oder Klettern hast, bringst du die richtige Basis mit.

Abseilübungen solltest du vorher mit einem Profi gemacht haben. Nach Absprache Abseiltraining mit dem:der Bergführer:in vor Tourstart gerne möglich.

Wie technisch anspruchsvoll ist der Selvaggio Blu?

Klettertechnische Schwierigkeit

  • UIAA-Skala: Du triffst auf leichte Kletterpassagen im I. bis II. Grad.
  • Keine Sicherungen: Es gibt keine festen Drahtseile wie bei einem Klettersteig. Du bewegst dich frei im felsigen Gelände.
  • Wacholder-Leitern: Ein Unikum des Selvaggio Blu sind die Scalas de fustu – antike Hirtenleitern aus Wacholderholz, die an senkrechten Wänden lehnen und Trittsicherheit erfordern.

Seiltechnik & Abseilen

  • Abseilstellen: Fast jede Etappe beinhaltet Abseilpassagen. Die höchsten Wände sind bis zu 50 Meter senkrecht oder sogar leicht überhängend.

Gelände

  • Weglosigkeit: Es gibt keine Schilder oder rot-weiße Markierungen. Der „Weg“ führt durch dichte Macchia-Büsche, über Supramonte-Kalk und instabilen Schutt.
  • Das Gelände ist so zerklüftet, dass man den weiteren Wegverlauf oft nicht sieht.

Wie viele Kilometer und Höhenmeter werden pro Tag zurückgelegt?

Auf dem Selvaggio Blu täuschen die reinen Zahlen oft, da das Gelände „extrem langsam“ und technisch ist. Im Durchschnitt legst du pro Tag folgende Distanzen zurück:
Tagesdistanz: ca. 8 bis 12 Kilometer.
Höhenmeter: ca. 600 bis 900 Höhenmeter (jeweils im Auf- und Abstieg).
Gehzeit: ca. 6 bis 7 Stunden pro Tag.
Warum die Zahlen „trügerisch“ sind:
Obwohl 10 km in flachem Gelände ein Spaziergang sind, benötigst du hier aufgrund der Weglosigkeit, der kleinen Kletterpassagen und der Abseilmanöver oft einen ganzen Tag dafür. Dein Durchschnittstempo sinkt in den technischen Abschnitten also deutlich.

Wo wird während der Tour übernachtet?

Auf dem Selvaggio Blu übernachtest du unter freiem Himmel. Es gibt auf der gesamten Route keine Berghütten, Hotels oder feste Unterkünfte.

Lagerplätze

Übernachtet wird an spektakulären Orten – meist auf Felsplateaus hoch über dem Meer oder direkt in abgelegenen Kiesbuchten (z. B. Cala Goloritzé oder Cala Mudaloru).

Schlafplatz

Du schläfst auf deiner Isomatte im Schlafsack. Da es in dieser Region Sardiniens selten regnet, verzichtet man meist auf Zelte und genießt den direkten Blick in den Sternenhimmel.

Logistik & Versorgung

Da es kein Fließwasser gibt, ist die Tour logistisch aufwendig. Boot- oder Jeep-Support übernehmen den Transport von Verpflegung, Wasser und Hauptgepäck (Tasche mit Schlafsack/Matte) zum Strand oder Depot, sodass du tagsüber nur mit einem Tagesrucksack unterwegs bist.

Gekocht wird gemeinsam, häufig über dem Lagerfeuer oder auf Gaskochern.

Wichtige Hinweise zum Komfort

  • Sanitäre Anlagen: Gibt es nicht. Gewaschen wird sich im Meer; für die „Toilette“ wird der Klappspaten in der Natur genutzt.
  • Wetter: Bei schlechtem Wetter dienen manchmal natürliche Höhlen (Grottas) oder einfache Tarps (Zeltplanen) als Notunterkunft.

Wie groß ist die Gruppe beim geführten Mehrtagestrekking auf dem Selvaggio Blu?

6 bis 10 Personen

Welche Ausrüstung benötige ich für den Selvaggio Blu?

Technische Ausrüstung

  • Klettergurt: Leichtes Modell bevorzugt
  • Abseilgerät: Vorzugsweise ein Tube (z. B. Petzl Reverso) mit passendem Schraubkarabiner
  • Helm: Steinschlaghelm
  • Sicherungsschlinge: Bandschlinge (120 cm) mit Karabiner zur Selbstsicherung

Schuhe & Bekleidung

  • Schuhe: Zustiegsschuhe (Approachschuhe) mit griffiger Sohle, klassische schwere Wanderschuhe sind oft zu klobig, schwer und warm
  • Hose: lange und kurze, robuste Outdoorhose (Macchia-Dornen und der Felskontakt)
  • Wechselwäsche: funktionale Kleidung für 6 bis 7 Tage (minimalistisch planen)
  • Wetterschutz: leichte Regenjacke und ein warmes Fleece/Primaloft für die Abende

Schlafen

  • Schlafsack: Komfortbereich ca. +5 Grad bis +10 Grad Celsius (nachts am Meer kann es abkühlen)
  • Isomatte: Sehr wichtig! Robust und komfortabel, da der Untergrund aus hartem Stein besteht
  • Stirnlampe: Mit ausreichend Ersatzbatterien für das Camp

Sonstiges & Hygiene

  • Trinksystem: ca. 2 Liter Kapazität (Trinkblase oder robuste Flaschen)
  • Rucksack: Ein Tagesrucksack (ca. 25 Liter), der beim Klettern nicht behindert
  • Sonnenschutz: Hoher Lichtschutzfaktor, Sonnenbrille und Kopfbedeckung
  • Hygiene: Biologisch abbaubare Seife, kleines Reisehandtuch und persönliche Medikamente

Tipp

Da dein Hauptgepäck im Boot transportiert wird, packe es in eine wasserfeste Tasche oder einen Seesack (Duffel), um es vor Spritzwasser und Sand zu schützen.

Wie wird mit Hitze, Wetter und exponierten Passagen umgegangen?

Umgang mit der Hitze
Früher Aufbruch: Die Etappen starten oft bei Sonnenaufgang, um die kühleren Morgenstunden für die anstrengendsten Aufstiege zu nutzen.
Flüssigkeitsmanagement: Da es auf dem Weg keine Quellen gibt, wird das Wasser strategisch über den Bootsupport zu den Camp-Stellen geliefert. Der:die Bergführer:in achtet darauf, dass jede:r Teilnehmer:in ausreichend Reserven mitführt.
Macchia-Schatten: Pausen können in den wenigen Schatten spendenden Abschnitten der Macchia oder in Felshöhlen eingelegt werden.

Wetter
Flexibilität der Route: Bei starkem Wind (Mistral) oder seltenem Regen wird die Route angepasst. Abseilmanöver an der Küste können bei Sturm gefährlich sein; in diesem Fall wählt der:die Bergführer:in alternative Pfade im Hinterland.
Boot- oder Jeep-Support als Backup: Das Begleitboot oder Jeep ist die „Lebensader“. Bei Wetterumschwüngen oder Erschöpfung dient das Boot (sofern die Brandung es zulässt) als Evakuierungsmöglichkeit oder Materialdepot.
Biwak-Schutz: Bei Regen werden Tarps (Zeltplanen) gespannt oder das Lager in eine der zahlreichen Höhlen (Grottas) verlegt.

Exponierte Passagen
Seilsicherung: An Stellen, die für reines Gehen zu gefährlich sind, installieren die Bergführer:innen Fixseile oder nehmen die Teilnehmer:innen ans kurze Seil.
Vorbereitung: Vor den großen Abseilstellen gibt es nochmal eine Einweisung, um die Nervosität zu senken oder es wird passiv abgeseilt.
Bergführer:innen können dir klare Tritt- und Griffanweisungen in Schlüsselstellen geben. Wer sich unsicher fühlt, kann im Notfall durch aktives Sichern unterstützt werden.

Was passiert bei ungünstigen Bedingungen oder wenn ein Abbruch nötig wird?

Da der Selvaggio Blu in entlegenen Regionen verläuft, ist ein Abbruch logistisch oft anspruchsvoll.

Begleitboot

Das wichtigste Sicherheitsmerkmal dieser Tour ist der tägliche Kontakt zum Versorgungsboot.

  • Erschöpfung/Leichte Verletzung: Wenn ein:e Teilnehmer:in nicht mehr weiterwandern kann, besteht an fast jedem Etappenziel (den Buchten) die Möglichkeit, am nächsten Morgen auf das Versorgungsboot umzusteigen. Man fährt dann mit dem Gepäck zum nächsten Lagerplatz oder zurück zum Ausgangshafen.
  • Wetterumschwung: Bei Sturm oder starkem Wellengang kann das Boot jedoch eventuell nicht an den Klippen anlegen. In diesem Fall muss die Gruppe gemeinsam zu einem Punkt wandern, der per Geländefahrzeug zugänglich ist.

Abbruch im unzugänglichen Gelände

Falls ein Problem zwischen den Buchten auftritt:

  • Umkehr oder Durchziehen: Der:die Bergführer:in entscheidet je nach Standort, ob ein Umkehren oder das Erreichen der nächsten Bucht sicherer ist.
  • Notausstieg: Es gibt vereinzelte „Fluchtwege“ ins Hinterland (alte Hirtenpfade), die jedoch oft selbst sehr steil und mühsam sind.

Medizinische Notfälle

  • Erste Hilfe: Bergführer:innen sind in alpiner Erster Hilfe geschult und führen Notfall-Equipment sowie Funk- oder Satellitenkommunikation mit.
  • Hubschrauber-Evakuierung: In gravierenden Fällen (schwere Verletzung) muss die italienische Berg- oder Küstenrettung (Soccorso Alpino) per Helikopter kommen. Das Gelände ist jedoch so zerklüftet, dass eine Bergung per Winde oft die einzige Option ist.

Wetterbedingte Routenänderung

Wenn die Sicherheit der gesamten Gruppe durch Gewitter oder Sturm gefährdet ist:

  • Plan B: Ausweichen auf das höher gelegene Plateau. Dort ist das Gelände zwar weniger spektakulär, aber technisch einfacher und weniger exponiert als direkt an den Klippen.
  • Höhlen als Schutz: Bei Starkregen werden die Biwakplätze in große Höhlen verlegt, die trocken sind.
OASE alpin GmbH

Bergschule in Oberstdorf
Bahnhofplatz 5 | 87561 Oberstdorf

Auszeichnungen

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