Gipfelgrat zum Großvenediger
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6 Tage Hochtourenwoche inklusive Ausbildungsinhalte und Besteigung des Großvenedigers (3.674 m)

Hochtourenwoche mit Ausbildung „Tauern Haute Route“ mit Großvenediger

Wer sich an Hochtouren wagen möchte – ob mit Freund:innen oder im Rahmen einer geführten Tour mit Bergführer:in –, sollte jedenfalls im Vorfeld eine solide Grundausbildung absolvieren. Verschiedene Sicherungstechniken in Schnee und Eis, das richtige Gehen mit Steigeisen und die Handhabung des Eispickels wollen gelernt sein, damit eine solche Tour zum erfolgreichen Erlebnis wird.

Diese Inhalte und noch mehr kannst du auf dieser Hochtourenwoche in den Hohen Tauern in Salzburg erlernen. Als ideale Stützpunkte in der hochalpinen Umgebung dienen die Warnsdorfer Hütte (2.336 m) und die Kürsinger Hütte (2.558 m). Zweitere ist der Ausgangspunkt für das Highlight der Woche, die Besteigung des weithin sichtbaren 3.657 Meter hohen Großvenedigers an der Grenze zwischen Salzburg und Osttirol. Dabei kannst du das zuvor Erlernte in die Praxis umsetzen und gewinnst Erfahrung und Sicherheit, um für deine weiteren Hochtouren gerüstet zu sein.

Für wen ist die Tauern Haute Route ideal?

  • Für bereits erfahrene Bergsteiger:innen, die eine solide Grundausbildung in Theorie und Praxis für Hochtouren erhalten möchten.
  • Für alle, die sich alpin im I. und II. Schwierigkeitsgrad wohlfühlen.
  • Für Alpinist:innen, die von der hochalpinen Gletscherwelt des Großvenedigers fasziniert sind.
  • Für alle, die sich bei Planung und Organisation gerne auf das Team von OASE alpin verlassen.

Du möchtest mit deinen Bergfreund:innen exklusiv unterwegs sein?

Frag gerne einen eigenen Termin für deine Gruppe an. →

6 Tage
4 - 6 Personen min. & max.

Termine

21.06. - 26.06.2026
Sonntag - Freitag
bereits ausgebucht
geplanter Guide
1355,00 € - Standard
05.07. - 10.07.2026
Sonntag - Freitag
6 Plätze frei
1355,00 € - Standard
Personen
Jetzt Buchen
19.07. - 24.07.2026
Sonntag - Freitag
6 Plätze frei
1355,00 € - Standard
Personen
Jetzt Buchen
02.08. - 07.08.2026
Sonntag - Freitag
bereits ausgebucht
geplanter Guide
1355,00 € - Standard
16.08. - 21.08.2026
Sonntag - Freitag
5 Plätze frei
1355,00 € - Standard
Personen
Jetzt Buchen
30.08. - 04.09.2026
Sonntag - Freitag
bereits ausgebucht
geplanter Guide
1355,00 € - Standard

Welche Inhalte stehen im Rahmen der Tauern Haute Route auf dem Programm?

Die Hochtourenwoche beinhaltet folgende Ausbildungspunkte:

  • Praxis im Fels: Wichtige Knoten, An- und Abseilen, Klettersteiggehen in den Schwierigkeitsgraden A und B, Gehen in weglosem Gelände
  • Praxis im Eis: Gehen mit Steigeisen und Pickel, Gehen auf Schneefeldern, Abbremsen von Stürzen, Anseilen auf dem Gletscher, Frontalzackentechnik, Anbringen von Fixpunkten in Schnee und Eis
  • Theorie: Ausrüstungskunde, Kartenkunde, Orientierung im Gebirge, Alpine Gefahren, Wetterkunde, Erste Hilfe
Der erste Teil findet auf der Warnsdorfer Hütte statt. Die Umgebung bietet perfekte Voraussetzungen für sämtliche Ausbildungsinhalte des Kurses. Am dritten Tag wird auf die Kürsinger Hütte gewechselt. Sie ist Ausgangspunkt für die Besteigung des Großvenedigers. Auf dieser anspruchsvollen Hochtour wird das Gelernte geübt und vertieft. Der Gipfelerfolg hängt dabei aber sowohl vom Wetter und den Verhältnissen als auch von den konditionellen Fähigkeiten der Teilnehmer:innen ab. Die Tourenplanung erfolgt gemeinsam.

Was sind die Highlights der Tauern Haute Route?

  • Die hochalpine Bergwelt rund um den Großvenediger mitten im Nationalpark Hohe Tauern
  • Zwei familiäre und auf die Bedürfnisse von Alpinist:innen ausgerichtete Hütten
  • Die weltberühmten Krimmler Wasserfälle
  • Die Besteigung des 3.657 Meter hohen Großvenedigers

Wie ist der Ablauf der Tauern Haute Route?

Tag 1:
Individuelle Anreise nach Krimml
13:30 Uhr: Treffpunkt im Hotel Krimmlerfälle, Oberkrimml 42, A-5743 Krimml im Oberpinzgau.
14:00 Uhr: Tourstart

Tag 1 bis 2:
Warnsdorfer Hütte: Gletscherausbildung

Tag 3:
Übergang zur Kürsinger Hütte

Tag 4 bis 5:
Kürsinger Hütte: Gletscherausbildung und Besteigung Großvenediger

Tag 6:
Abstieg ins Tal; Ankunft in Krimml um ca. 12:00 Uhr

Unsere Leistungen

  • Staatlich geprüfte:r Berg- und Skiführer:in
  • Organisation
  • 5 x Übernachtung mit Halbpension
  • 2 x Taxifahrt
  • 1 x Eintritt Krimmler Wasserfälle
  • Hochtourenausrüstung

Zusätzliche Aufwendungen – nicht Bestandteil des Reisepreises, abhängig vom persönlichen Bedarf:

Ca. 45 Euro pro Tag für Getränke, Rucksackproviant etc. In den Hütten und Einkehrmöglichkeiten ist Kartenzahlung nur eingeschränkt möglich.

Anforderungen an dich


Konditionelle Voraussetzungen:
mittel
Bis zu 1.200 Höhenmeter im Auf- und Abstieg, Tagesetappen bis zu 9 Stunden reine Gehzeit.
Gehintervalle von bis zu 2 Stunden ohne Pause.
Technische Voraussetzungen: mittel
Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und Bergerfahrung sind erforderlich.

Programmablauf

1. Tag: Oberkrimml (1.080 m) - Gasthof Schönangerl (1.306 m) - Warnsdorfer Hütte (2.336 m)

↑ 700 Hm ↓ 50 Hm 3 Std. 5,5 km

Wegekategorie:? 

Tourstart: 14.00 Uhr Hotel Krimmlerfälle Oberkrimml 42, A-5743 Krimml im Oberpinzgau.
Bitte kommen Sie um 13.30 Uhr zum Treffpunkt.

Aufstieg über den Wasserfallweg mit herrlichem Ausblick auf die weltberühmten Krimmler Wasserfälle (höchste Wasserfälle Europas) zum Gasthof Schönangerl (1.306 m). Am Nachmittag geht es via Taxi mit Sondergenehmigung zur Materialseilbahn der Warnsdorfer Hütte (1.860 m) am Talende des Krimmler Tals. Von hier beginnt der Aufstieg zur Warnsdorfer Hütte (2.336 m).

Das erwartet dich heute
Gleich ein erstes Highlight: Die Krimmler Wasserfälle überwinden eine Fallhöhe von 380 Metern. Am Wasserfallweg kann man das gigantische Schauspiel wunderbar beobachten. Im oberen Krimmerl Tal ist es dann wieder angenehm ruhig und der Aufstieg zur Warnsdorfer Hütte erfolgt mit leichtem Rucksack – die Ausrüstung wird mit der Materialseilbahn zur Hütte geschickt. Die Warnsdorfer Hütte ist für die kommenden zwei Tage deine Unterkunft. Sie ist ein tolles Basislager für Alpinkurse. Im Inneren gibt es sogar eine Boulderwand.

Warnsdorfer Hütte (AT)
Abendessen

2. Tag: Warnsdorfer Hütte (2.336 m) - Gletscherausbildung auf dem "Krimmler Kees"

↑ 500 Hm ↓ 500 Hm 6 Std. 6 km

Wegekategorie:? 

Am Krimmerl Kees (Kees = Gletscher) befindet sich das ideale Gelände zum Erlernen der verschiedenen Steigeisentechniken. Die Handhabung des Eispickels und des Seils sind weitere Ausbildungsinhalte an diesem Tag.

Das erwartet dich heute
Von der Hütte steigst du zum Gletscher auf – je nach Bedingungen wird das rund 1 Stunde in Anspruch nehmen. Am Gletscher selbst findet der Bergführer bzw. die Bergführerin das jeweils ideale Übungsgelände für die verschiedenen Ausbildungsinhalte. Abends erwartet dich ein gemütlicher Abend in der Hütte, in der noch ein wenig Theorie durchgegangen wird.

Warnsdorfer Hütte (AT)
Frühstück, Abendessen

3. Tag: Warnsdorfer Hütte (2.324 m) - Gamsspitzl (2.888 m) - Kürsinger Hütte (2.558 m)

↑ 900 Hm ↓ 700 Hm 7 Std. 6 km

Wegekategorie:? 

Der Tag beginnt mit dem Aufstieg zum Gamsspitzl auf 2.888 Metern. Danach steigt man angeseilt über den Gletscher „Obersulzbach Kees“ zur „Türkischen Zeltstadt“ ab. Weiter geht es auf einem versicherten Steig bis zum Gletschersee und über den sogenannten Schmuggler-Klettersteig zur Kürsinger Hütte (2.558 m), in der ab heute genächtigt wird.

Das erwartet dich heute
Das Quartier wird gewechselt: Mit großem Rucksack geht es über Gletscher, versicherte Passagen und einen Klettersteig bis zur Kürsinger Hütte auf 2.558 m. Die hochalpine Hütte ist ideal, um den Großvenediger zu besteigen. Es besteht nun ein Zeitfenster von drei Tagen, an dem die Gipfelbesteigung stattfinden kann – du wirst gemeinsam mit dem Bergführer bzw. der Bergführerin und den anderen Gruppenmitgliedern die Tour planen und den günstigsten Zeitpunkt (Wetter, Verhältnisse, konditionelle Fähigkeiten der Teilnehmer:innen) bestimmen.

Kürsinger Hütte (AT)
Frühstück, Abendessen

4. Tag: Kürsinger Hütte (2.558 m) - Gletscherausbildung

↑ 500 Hm ↓ 500 Hm 6 Std. 6 km

Wegekategorie:? 

Frühmorgens wird von der Kürsinger Hütte über einen Gletscherlehrweg Richtung Obersulzbachtörl (2.918 m) aufgestiegen. Auf Tour wird an diesem Tag das Gelernte vertieft, die Trittsicherheit verbessert und die Gletscherausbildung fortgesetzt.

Das erwartet dich heute
Falls das Wetter auch an Tag 5 gut vorausgesagt ist, kann Tag 4 für eine weitere Gletscherübung genutzt werden. Das bringt den großen Vorteil, dass die Lehrinhalte in der Praxis vertieft werden können und du mehr Sicherheit im Umgang mit Steigeisen und Seil bekommst.

Kürsinger Hütte (AT)
Frühstück, Abendessen

5. Tag: Kürsinger Hütte (2.558 m) - Großvenediger (3.674 m)

↑ 1200 Hm ↓ 1200 Hm 7 Std. 13 km

Wegekategorie:? 

Passen Wetter und Verhältnisse, dann geht es nach sehr zeitigem Aufbruch und einem langen, abwechslungsreichen Aufstieg über den Oberen Sulzbachkees auf die Venedigerscharte (3.407 m) und anschließend auf den Gipfel des Großvenedigers (3.657 m). Der 360-Grad-Rundumblick reicht von den Zillertaler Alpen zum Großglockner und über die Dolomiten bis hin zu den Westalpen. Der Abstieg erfolgt auf der Aufstiegsroute.

Das erwartet dich heute
Der Höhepunkt der Woche steht am Programm: Die Besteigung des Großvenedigers, dem „Dach Gottes“ und dem mit 3.657 Metern dritthöchstem Berg Österreichs. Ein unvergessliches Erlebnis

Kürsinger Hütte (AT)
Frühstück

6. Tag: Kürsinger Hütte (2.562 m) - Krimml

↓ 650 Hm 1,5 Std. 2,5 km

Wegekategorie:? 

Nach dem Frühstück erfolgt der Abstieg durch das Obersulzbachtal zur Materialseilbahn (1.960 m). Von hier geht es mit dem Taxi zurück nach Krimml. Ankunft ca. 12:00 Uhr. Rückreise oder individueller Verlängerungsaufenthalt im Oberpinzgau.

Das erwartet dich heute
Nach dem Gipfelerlebnis des Vortags und all den Eindrücken, die du während dieser Woche gesammelt hast, kann der Abstieg von der Kürsinger Hütte gemütlich angegangen werden – nur das bestellte Taxi wartet an der Materialseilbahn. Damit geht eine lehrreiche und sicherlich auch sehr erlebnisreiche Woche zu Ende.

Frühstück
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Häufige Fragen zur Tauern Haute Route

Für wen ist die Hochtourenwoche mit Ausbildung „Tauern Haute Route“ geeignet?

Die „Tauern Haute Route“ ist eine kombinierte Hochtouren- und Ausbildungswoche. Sie richtet sich primär an fortgeschrittene Bergwander:innen, die den Schritt zum:zur selbstständigen Alpinisten:Alpinistin in Eis und Fels machen möchten.

Teamplayer

Da in Seilschaften agiert wird, ist Teamgeist und die Bereitschaft, auf einfachen Hütten zu übernachten, wichtig.

Technische Voraussetzungen

  • Trittsicherheit: notwendig, da du dich in unwegsamem, hochalpinem Terrain bewegst.
  • Bergerfahrung: Du solltest bereits Erfahrung auf anspruchsvollen alpinen Bergwanderungen gesammelt haben.
  • Kletter-Basics: Erste Erfahrungen im Alpinklettern (Schwierigkeitsgrad I und II) sind von Vorteil.
  • Vorkenntnisse: Hochtourenerfahrung ist ein Vorteil, aber kein Muss, da Techniken wie Steigeisengehen und Pickelnutzung vor Ort erlernt werden.

Konditionelle Anforderungen

  • Ausdauer: Du benötigst Kondition für Tagesetappen von bis zu 8 Stunden reiner Gehzeit.
  • Höhenmeter: Auf- und Abstiege von bis zu 1.200 Höhenmetern pro Tag sollten für dich machbar sein.
  • Belastbarkeit: Du musst in der Lage sein, Gehintervalle von ca. 2 Stunden ohne größere Pause zu bewältigen.

Welche Kondition und Vorerfahrung werden für die „Tauern Haute Route“ vorausgesetzt?

Da es sich um eine Ausbildungswoche handelt, ist kein Expertenwissen nötig, aber eine solide alpine Basis ist Pflicht.

1. Konditionelle Voraussetzungen

  • Ausdauer: Du solltest in der Lage sein, Tagesetappen von bis zu 8 Stunden reiner Gehzeit zu bewältigen.
  • Höhenmeter: Du musst bis zu 1.200 Höhenmeter im Auf- und Abstieg pro Tag meistern.
  • Belastbarkeit: Gehintervalle von ca. 2 Stunden ohne Pause sollten für dich kein Problem darstellen.

2. Technische Vorerfahrung

  • Bergerfahrung: Erfahrung auf anspruchsvollen alpinen Bergwanderungen wird vorausgesetzt; erste Hochtourenerfahrung ist von Vorteil, aber kein Muss, da Techniken wie Steigeisengehen und Pickeleinsatz vor Ort gelernt werden.

Ist die „Tauern Haute Route“ Hochtourenwoche mit Ausbildung auch für Hochtouren-Einsteiger:innen gee

Ja, die Tauern Haute Route ist für ambitionierte Einsteiger:innen geeignet, sofern bestimmte Grundvoraussetzungen erfüllt sind. Da es sich um eine Durchquerung in den Hohen Tauern handelt, ist sie jedoch kein klassischer „Schnupperkurs“.

Ausbildungsfokus

Die Tauern Haute Route ist eine Ausbildungstour. Du lernst das Gehen mit Steigeisen, den Umgang mit dem Pickel und die Spaltenbergung direkt in der Praxis.

Geführte Gruppe

Da man mit staatlich geprüften Bergführer:innen unterwegs ist, wird das Sicherheitsrisiko professionell gemanagt.

Kondition

Du musst Ausdauer für tägliche Gehzeiten von 6 bis 8 Stunden mitbringen, oft mit einem schweren Rucksack (inklusive Gletscherausrüstung).

Trittsicherheit & Schwindelfreiheit

Du bewegst dich in alpinem Gelände und auf Gletschern; felsige Passagen können vorkommen.

Wenn du sportlich fit bist und dich sicher im anspruchsvollen Bergwandergelände bewegst, ist die „Tauern Haute Route“ ein hervorragender Einstieg in die Welt der Hochtouren.

Wie hoch ist der Ausbildungsanteil im Vergleich zur reinen Tour?

Diese Variante ist als Lehrgang konzipiert. Der Fokus liegt nicht nur auf dem Erreichen des Gipfels, sondern auf dem Erlernen der Techniken.

Ausbildungsanteil

Etwa 30 bis 50 Prozent der Zeit entfallen auf Ausbildung und Techniktraining.

Ablauf

Oft werden die ersten Tage intensiv für Schulungen auf dem Gletscher genutzt.

Inhalte

  • Gehen mit Steigeisen
  • Pickeltechnik
  • Spaltenbergung (Lose Rolle, Mannschaftszug)
  • Knotenkunde
  • Anseilen am Gletscher
  • Abseilen
  • Tourenplanung
  • Orientierung (Karte/GPS)
  • Wetterkunde

Ziel

Die Teilnehmer:innen sollen am Ende der Woche (z. B. beim Großvenediger) unter Aufsicht bereits eigenständig in Seilschaften agieren können.

Welche Inhalte werden in der Hochtourenausbildung vermittelt?

Eine Hochtourenausbildung ist der entscheidende Schritt, um sich sicher im vergletscherten Hochgebirge zu bewegen. Dabei geht es nicht nur um Kondition, sondern vor allem um technisches Know-how und Risikomanagement.

Gehtechnik und Ausrüstung

Bevor es ans Eingemachte geht, muss das Handwerkszeug sitzen.

  • Materialkunde: Korrekter Umgang mit Steigeisen, Eispickel, Seil, Karabinern und Eisschrauben.
  • Gehen mit Steigeisen: Vertikalzackentechnik und Frontalzackentechnik in steilerem Gelände.
  • Einsatz des Pickels: Stütz- und Zugpickeltechnik sowie die Ankertechnik, um Stürze im Firn selbst zu bremsen.
  • Anseilen am Gletscher: Abstände zwischen den Bergsteiger:innen und die korrekte Einbindung.
  • Seilschaftsführung: Wie man das Seil straff hält, um Spaltenstürze sofort zu stoppen.
  • Knotenkunde: Achter, Halbmastwurf (HMS), Prusik usw.

Spaltenbergung

Sollte trotz Vorsicht jemand in eine Gletscherspalte stürzen, muss jeder Handgriff sitzen.

  • Selbstrettung: Aufstieg am Seil mittels Prusikschlingen oder mechanischen Klemmen.
  • Kameradenrettung: Aufbau von Flaschenzügen (z. B. der Schweizer Flaschenzug oder die Lose Rolle), um den Partner oder die Partnerin aus der Spalte zu ziehen.
  • Verankerungsbau mittels „Toter Mann“: Verankerung im Schnee als Fixpunkt oder Ausgleichsverankerung im Eis für die Rettung.

Orientierung und Tourenplanung

Im Hochgebirge können sich Wetter und Sicht innerhalb von Minuten ändern.

  • Kartenlesen & GPS: Umgang mit topografischen Karten, Höhenmesser und digitalen Planungstools.
  • Wetterkunde: Erkennen von Wolkenbildern, Einschätzung von Kaltfronten und Gewittergefahr.
  • Zeitmanagement: Berechnung von Gehzeiten unter Berücksichtigung von Höhe und Gelände.

Sicherheit und Umwelt

  • Lawinenkunde: Auch im Sommer ein Thema, besonders nach Neuschnee auf Gletschern.
  • Erste Hilfe: Notfallmanagement im alpinen Gelände und Absetzen eines Notrufs.
  • Nachhaltigkeit: Verhalten im Hochgebirge zum Schutz der sensiblen Ökosysteme.

Werden Spaltenbergung und Seiltechnik praktisch geübt?

Ja.

Wie viele Tage dauert die „Tauern Haute Route“ Hochtourenwoche mit Ausbildung?

6 Tage

Wo wird während der Ausbildung übernachtet?

Während der „Tauern Haute Route“ übernachtest du in klassischen hochalpinen Schutzhütten des Alpenvereins.

Warnsdorfer Hütte (2.336 m): Die Hütte dient als idealer Ausgangspunkt für die Gletscherausbildung auf dem „Krimmler Kees“.

Kürsinger Hütte (2.558 m): Sie ist der strategische Stützpunkt für die Besteigung des Großvenedigers und für die weiteren Ausbildungsinhalte im Eis und Fels.

Kategorie:
Es handelt sich um alpine Berghütten (Lager oder Mehrbettzimmer)
Verpflegung: Halbpension (Frühstück und Abendessen)
Für die Übernachtungen ist ein Hüttenschlafsack aus hygienischen Gründen zwingend erforderlich.

Wie groß ist die Gruppe bei der „Tauern Haute Route“ Hochtourenwoche mit Ausbildung?

4 bis 6 Personen

Welche Ausrüstung benötige ich für die Teilnahme?

Hardware

  • Bergschuhe: knöchelhoch und mindestens Kategorie B/C (bedingt steigeisenfest) oder Kategorie C (voll steigeisenfest)
  • Steigeisen & Eispickel: mit Antistoll-Platten
  • Klettergurt & Helm: spezieller Hochtourengurt und Steinschlaghelm
  • Rucksack: Volumen ca. 35 Liter (sollte eine Pickelbefestigung haben)

Bekleidung (Zwiebelprinzip)

  • Hardshell: wind- und wasserdichte Jacke sowie Hose (Gore-Tex o. ä.)
  • Isolation: Primaloft- oder Daunenjacke sowie eine Fleecejacke
  • Hochtourenhose: robuste Softshellhose
  • Handschuhe: zwei Paar (ein Paar dünne für den Aufstieg, ein Paar warme oder wasserdichte für den Gipfel/Eis)
  • Kopfschutz: Mütze oder Stirnband (muss unter den Helm passen)

Sicherheit & Orientierung

  • Gletscherbrille: hoher Schutzfaktor (Kat. 3 oder 4)
  • Sonnenschutz: Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (50+) und Lippenpflege
  • Stirnlampe: mit frischen Batterien für frühe Aufbrüche
  • Erste-Hilfe-Set: inklusive Rettungsdecke und Biwaksack

Hüttenbedarf

  • Hüttenschlafsack: aus Seide oder Baumwolle (Vorschrift auf den Hütten)
  • Kleines Set: leichtes Handtuch, Zahnbürste, Ohropax
  • Alpenvereinsausweis: falls vorhanden

Wichtiger Tipp

Achte beim Packen auf das Gewicht. Ein vollgepackter Rucksack für eine Hochtourenwoche sollte idealerweise nicht schwerer als 8 bis 9 kg sein.

Technische Ausrüstung wird im Bedarfsfall für die Tourenwoche kostenlos gestellt.

Was passiert bei schlechten Wetter- oder Lawinenbedingungen?

Wenn das Wetter auf der „Tauern Haute Route“ nicht mitspielt, steht die Sicherheit an oberster Stelle. Da es sich um eine Ausbildungswoche handelt, wird die Zeit meist sehr produktiv genutzt, auch wenn der Gipfel mal warten muss.

Plan B: Kursinhalte vor Gipfelglück

Da es eine Ausbildungswoche ist, verschiebt sich der Fokus von der Tourenetappe hin zur intensiven Wissensvermittlung. Schlechtes Wetter ist oft die beste Trainingsgelegenheit für Realbedingungen.

  • Theorie: Vertiefung von Lawinenkunde, Orientierung mit Karte/GPS und Tourenplanung in der Hütte.
  • Technik-Training: Spaltenbergung, Knotenkunde oder Standplatzbau in hüttennahem Gelände.

Taktische Routenänderung

Die Bergführer:innen kennen das Gebiet genau. Die Route kann flexibel angepasst werden:

  • Defensive Varianten: Statt steiler Übergänge oder Gratbegehungen werden flachere Täler oder Umgehungen gewählt.
  • Standortwechsel: Wenn eine Passage zu gefährlich ist, bleibt die Gruppe gegebenenfalls einen Tag länger auf einer Hütte.

Abbruch oder Umplanung (Ultima Ratio)

Sollte die Sicherheit auf der gesamten Route absolut nicht gewährleistet sein, erfolgt in Absprache mit der Gruppe:

  • Ein Ausweichen in ein anderes Gebirge mit besseren Bedingungen.
  • Ein vorzeitiger Abstieg ins Tal, falls keine sinnvolle Ausbildung mehr möglich ist.

Du wirst nicht einfach „herumsitzen“. Die Bergführer:innen nutzen die Bedingungen, um dich in Risikomanagement und Entscheidungsfindung zu schulen – Fähigkeiten, die bei gutem Wetter oft zu kurz kommen.

OASE alpin GmbH

Bergschule in Oberstdorf
Bahnhofplatz 5 | 87561 Oberstdorf

Auszeichnungen

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