Klettersteige | OASE alpin Bergschule Oberstdorf

Klettersteig

Auf den schönsten Klettersteigen der Alpen

Bei einem Klettersteig, auch als „Eisenweg“ bzw. „Via Ferrata“ bezeichnet, handelt es sich um eine mit künstlichen Hilfsmitteln wie Eisenleitern, Trittstiften, Klammern und Stahlseilen gesicherte Steiganlage. Die Bandbreite reicht vom talnahen, kurzen bis schwierigen Sportklettersteig über einfache alpine Wege mit einem Geländerseil bis zu hochalpinen, exponierten Wegen durch senkrechte Felswände. Die Sicherungseinrichtungen dienen der Fortbewegung und ermöglichen die Selbstsicherung mit einem Klettersteigset. Dadurch kannst du auch steile und ausgesetzte Passagen mit geringem seiltechnischem Aufwand sicher begehen. Voraussetzung ist die entsprechende Geh-, Steig- und Sicherungstechnik sowie die der Schwierigkeit entsprechenden körperlichen und mentalen Voraussetzungen.

Klettersteiggehen ist nicht dasselbe wie Wandern oder Sportklettern. Du bewegst dich zwischen zwei Welten: Je höher die Schwierigkeit des Klettersteiges, desto steiler, ausgesetzter und anstrengender wird es. Hochalpine Klettersteige sind vom Anspruch her wie Hochtouren zu bewerten, während talnahe Fun-Klettersteige primär Spaß bereiten.

Mit den geführten Klettersteigtouren der OASE alpin Bergschule bist du immer sicher unterwegs: Unsere staatlich geprüften Bergführer:innen zeigen dir die beste Technik, achten auf das Tempo der Gruppe, treffen die richtigen Entscheidungen und führen dich dahin, wo die Berge am eindrucksvollsten sind. Und wenn es einmal zu steil wird, nehmen sie dich kurz ans Seil.

Kurz gesagt: Dein Schritt in die vertikale Welt, abseits von markierten Wanderwegen und mit Luft unter den Sohlen.

Treffer filtern?
Dauer
  • 1 Tag
  • 2 Tage
  • 3 Tage
  • 4 Tage
  • 5 Tage
  • 6 Tage
  • 7 Tage
  • 8 Tage
Kondition
  • leicht
  • mittel
  • schwer
Technik
  • leicht
  • mittel
  • schwer
Anreise


Schon am Nachmittag können wir den Übungsklettersteig an der Kanzelwand begehen
Klettersteige rund um Oberstdorf
3 Tage 495,00 € 
Klettersteigkurs in der Kleingruppe, für Klettersteigeinsteiger - i...
Kondition
Kondition
Technik
Technik
Auf halbem Weg im Pisciadu-Klettersteig
Klettersteigwoche in der Sella- und Geisler Gruppe
6 Tage 1395,00 €  Neue Tour
Klettersteige rund um das Grödner Joch
Kondition
Kondition
Technik
Technik
Via dell'Amicizia 7
Klettersteige am Gardasee
6 Tage 1295,00 € 
Klettersteigwoche auf der Sonnenseite der Alpen
Kondition
Kondition
Technik
Technik
Einige Stellen sind nicht mit Drahtseilen gesichert.
Rosengarten Klettersteige
6 Tage 1245,00 € 
Alle Rosengarten Klettersteige in einer Woche
Kondition
Kondition
Technik
Technik
Im Schartensteig mit Blick auf die Drei Zinnen
Klettersteige in den Sextener Dolomiten
6 Tage 1395,00 €  Neue Tour
Auf den schönsten Klettersteigen im Naturpark Drei Zinnen
Kondition
Kondition
Technik
Technik
Brenta
Brenta Klettersteige
6 Tage 1245,00 € 
Türme, Grate, Wände, Bänder
Kondition
Kondition
Technik
Technik
Über die Leiter am Hoachwool Kletterssteig
Klettersteige rund um Meran
6 Tage 1395,00 €  Neue Tour
Klettersteige zwischen Apfelbäumen und Gletschern
Kondition
Kondition
Technik
Technik
Panorama
Selvaggio Blu
7 Tage 1495,00 € 
Echtes Abenteuertrekking an der Sardischen Traumküste – wild, einsa...
Kondition
Kondition
Technik
Technik
Unterhalb des Gipfels der Lachenspitze
Klettersteig Transalp
7 Tage 1595,00 € 
Auf den schönsten Klettersteigen über die Alpen
Kondition
Kondition
Technik
Technik
Die erste kurze Brücke von heute
Privatführung Klettersteig
1 Tag 600,00 € 
Individuelle Touren je nach Können und Gebiet – ganz nach Ihren Wü...
Am Gipfel angekommen
Trettach Überschreitung
1 Tag 680,00 €  Neue Tour
Das Matterhorn vom Allgäu
Kondition
Kondition
Technik
Technik
Was du mitbringst

Klettersteige sind nicht „wie Wandern“, denn du bewegst dich oft im steilen Gelände und hast meist Luft unter den Sohlen. Ohne richtige Steigtechnik gerätst du schnell an deine Grenzen. Helm, Hüftgurt und Klettersteig-Set gehören zur Grundausstattung. Dazu kommt der mentale Aspekt – du musst dich auch dann noch konzentrieren, wenn dein Puls schon steigt.

Je nach Tour und Schwierigkeitsgrad (A bis E) gehst du in einer Gruppe von vier bis maximal sechs Teilnehmer:innen. Wichtig ist: Du solltest realistisch einschätzen können, was du dir zutraust – und bereit sein, unterwegs dazuzulernen.

Technik & Ausdauer:


Selbsteinschätzung Kondition & Technik

Wenn du auf Klettersteigen unterwegs bist, brauchst du außerdem:

  • Trittsicherheit
  • Schwindelfreiheit
  • Sichere Bewegungs- und Selbstsicherungstechnik (das lernst du bei uns)
  • Je nach Schwierigkeitsgrad entsprechende Kondition und (Arm-)Kraft
  • Das passende Schuhwerk (wir beraten dich gerne)

Kurz gesagt: Höhenluft statt Sofa. Trittsicherheit statt Ausreden.
Vertikale Erlebnisse mit dem Stahlseil als Backup.

Haben Sie Fragen?
Auf dem Cevedale
Thomas Dempfle

Bergschulleiter
staatl. geprüfter Berg- und Skiführer
staatl. geprüfter Skilehrer

OASE AlpinCenter

Bergschule in Oberstdorf
Bahnhofplatz 5 | 87561 Oberstdorf
bergschule@oase-alpin.de
+49 8322 8000 980

Kontakt aufnehmen

Unsere Leistungen

Wir ermöglichen unseren Gästen seit 1989 besondere Bergmomente – und wir wissen: Es geht nicht nur um den Steig, sondern immer auch um das Erlebnis. Es geht um den richtigen Einstieg, den passenden Schwierigkeitsgrad, den Moment, in dem du merkst: „Ich kann das.“ Und um diese besonderen Stellen, an denen du innehältst und einfach nur schaust.

Mit der OASE alpin Bergschule bist du hier ausschließlich mit staatlich geprüften Bergführer:innen unterwegs. Sie führen dich mit ihrer ganzen Expertise und Erfahrung sicher durch die spektakulärsten Eisenwege – zu den schönsten Logenplätzen der Alpen.



Du bekommst von uns eine Tour, die professionell geplant ist:

  • Passende Tourauswahl je nach Level (A bis E)
  • Kleine Gruppen (mind. 4, max. 6 Teilnehmer:innen)
  • Ausführliche Einweisung in Technik, Ausrüstung & Sicherung
  • Umsichtig geplante Etappen mit Pausen, Logenplätzen und Alternativen
  • Professionelle Begleitung und Führung durch staatlich geprüfte Bergführer:innen
  • Fokus auf Sicherheit, Erlebnis und echte Bergmomente


In den Kosten enthalten:

  • Staatlich geprüfte:r Bergführer:in
  • Leihmaterial Klettersteigausrüstung (Klettergurt, Klettersteigset, Helm) & ggf. Hochtourenausrüstung (je nach gebuchter Tour)
  • Professionelle Einführung in Technik & Ausrüstung (je nach Tour)
  • Individuelle Betreuung – egal, ob Einsteiger:in oder Fortgeschrittene:r
  • Insiderwissen zur Region, der Route und den besten Aussichtspunkten
  • Perfekte Organisation & Tourenablauf – damit du dich auf dein Erlebnis konzentrieren kannst


Zusätzliche Aufwendungen – nicht Bestandteil des Reisepreises, abhängig vom persönlichen Bedarf:

  • Ggf. Übernachtungs- & Verpflegungskosten (abhängig von der gebuchten Tour)
  • Privatführung: Preis abhängig von Dauer, Gebiet und Schwierigkeit
  • Ggf. Transfers, Bergbahnen, Parkplatzgebühren (tourabhängig)

Häufige Fragen zu Klettersteigen

Was ist ein Klettersteig?

Ein Klettersteig ist ein künstlich gesicherter „Kletterweg“ am Fels. Er bildet die Brücke zwischen anspruchsvollem Bergwandern und freiem Klettern.
Ein fest installiertes Stahlseil verläuft dabei – meist durchgehend – entlang der gesamten Route. Zusätzlich helfen Eisenleitern, Stifte, Klammern oder Trittbügel, schwierige und steile Abschnitte zu überwinden.
Dabei sind Klettersteige ideal für trittsichere und schwindelfreie Bergbegeisterte, die das Erlebnis im steileren Fels suchen, aber noch keine Erfahrung im Freiklettern oder im Umgang mit Seil und Knoten haben.

Was bedeutet der Begriff „Via Ferrata“?

Der Begriff „Via Ferrata“ stammt aus dem Italienischen und bedeutet wörtlich übersetzt „Eisenweg“.

Der Ursprung:
Die Geschichte der Via Ferratas ist eng mit dem Ersten Weltkrieg in den Dolomiten verknüpft. Um Soldaten und schweres Material sicher an die Frontlinien im Hochgebirge zu bringen, wurden steile Felswände mit Eisenleitern und fixen Drahtseilen versichert. Diese historischen Militärwege bildeten die Basis für den heutigen Bergsport.

Das Synonym:
Via Ferrata beschreibt exakt dasselbe wie der deutsche Begriff „Klettersteig“. Da der Sport jedoch in den italienischen Alpen seinen historischen Schwerpunkt hat und der Begriff international (engl. und franz.) genutzt wird, werden beide Wörter im Sprachgebrauch als Entsprechungen verwendet.

Worin unterscheidet sich ein Klettersteig vom klassischen Klettern?

Obwohl sich beide Sportarten in der vertikalen Welt abspielen, unterscheiden sie sich grundlegend in ihrer Philosophie und Technik. Während man sich beim Klettersteig (Via Ferrata) an fix installierten Eisenhilfen entlangbewegt, nutzt man beim klassischen Klettern nur die natürlichen Strukturen des Felsens.

Sicherung:

  • Klettersteig: Man sichert sich selbst mit einem Klettersteigset in Y-Form (zwei elastische Sicherungsarme mit Karabinern und Bandfalldämpfer mit Einbindeschlaufe) an einem fest im Fels verankerten Stahlseil. Das Stahlseil dient gleichzeitig als Führung, Unterstützung und Sicherung.
  • Klassisches Klettern: Die Sicherung erfolgt im Team – als Seilschaft. Ein:e Partner:in klettert vor und hängt das Kletterseil in Zwischensicherungen (Haken) ein, während die andere Person (der:die Seilpartner:in) mit einem Sicherungsgerät vom Boden oder Standplatz aus sichert.

Technik:

  • Klettersteig: Die Fortbewegung erfolgt oft über künstliche Hilfsmittel wie Eisenstifte, Klammern oder Leitern. Das Stahlseil wird häufig auch als Griff benützt.
  • Klassisches Klettern: Das Seil dient hier nur der Sicherung und nicht der Fortbewegung. Man nützt ausschließlich natürliche Griffe und Tritte im Felsen.

Voraussetzungen:

  • Klettersteig: Ideal für sportliche Einsteiger:innen, die über Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verfügen. Eine solide Grundkondition reicht oft aus, um leichtere Steige zu begehen. Spezifisch benötigte Kenntnisse werden deutlich weniger als beim klassischen Klettern benötigt.
  • Klassisches Klettern: Erfordert eine fundierte Ausbildung (Seil- und Knotenkunde, Sicherungstechnik). Zudem spielen spezifische Finger- und Armkraft, Beweglichkeit für komplexe Bewegungsabläufe und eine präzise Fußarbeit eine deutlich wichtigere Rolle.

Risiko:

  • Klettersteig: Stürze müssen unbedingt vermieden werden. Da das Klettersteigset erst beim nächsten Fixpunkt stoppt, können im Fall eines Sturzes sehr hohe Kräfte wirken. Es kann deshalb trotz Bandfalldämpfer zu schweren Verletzungen kommen.
  • Klassisches Klettern: Beim Sportklettern ist ein Sturz in das dynamische Sicherungsseil oft Teil des Sports und bei korrekter Sicherung meist risikoarm und glimpflich. Das Risiko liegt hier eher in menschlichen Fehlern beim Sichern oder der Felsbeschaffenheit (z. B. Steinschlag).

Ab wann gilt eine Route als Klettersteig?

Ein Klettersteig beginnt dort, wo eine durchgehende Stahlseilsicherung vorhanden ist, die speziell für die Verwendung eines Klettersteigsets ausgelegt ist. Der Klettersteig hat meist einen klar definierten Ein- und Ausstieg. Ohne die künstlichen Hilfsmittel (Leitern, Klammern, Stifte etc.) wäre das Gelände für Wanderer:innen meist unpassierbar.
Ein alpiner Steig ist dagegen oft kaum oder gar nicht versichert. Er verläuft oft durch teils wegloses und sehr steiles Gelände (auf der Schwierigkeitsskala Wandern des SAC oft mit Schwierigkeitsgrad T5 oder T6 angegeben). Es können leichte Kletterstellen ohne durchgehende Eisenhilfen vorkommen und es sind zwingend Orientierungssinn und alpine Erfahrung erforderlich.
Ein gesicherter Steig (Wanderweg mit Drahtseil) ist im Grunde nichts anderes als ein Bergwanderweg, der an einzelnen, besonders exponierten oder rutschigen Stellen mit einem Drahtseil oder einer Kette versehen ist. Das Sicherungsseil dient hier primär als Geländer oder Festhaltemöglichkeit. Eine Klettersteigausrüstung ist hier meist überflüssig oder zum Teil sogar unpraktisch.





Gesicherter Steig Alpiner Steig Klettersteig
Sicherung Punktuell (Handlauf) Meist keine Durchgehendes Stahlseil
Gelände Bergweg Weglos, steiles Gelände Felswand / Grat
Ausrüstung Wanderschuhe Bergschuhe Klettersteigset, Helm, Gurt
Felskontakt Kaum nötig Häufig (Kraxeln) Permanent

Welche Schwierigkeitsgrade gibt es bei Klettersteigen?

In Europa haben sich verschiedene Skalen etabliert, um die technische Schwierigkeit eines Klettersteigs zu bewerten. Da es kein weltweit einheitliches System gibt, hängen die Angaben oft vom Land oder dem:der jeweiligen Autor:in ab.

Ein Überblick über die wichtigsten Bewertungssysteme:

1. Schall-Skala (A bis F)





Grad Bezeichnung Gelände / Anforderung
A Leicht Flaches bis steiles Gelände; viel Gehgelände; Sicherungen dienen oft nur als Handlauf
B Mäßig schwierig Steileres Felsgelände, einige ausgesetzte Passagen; erste senkrechte Leitern und Klammern
C Schwierig Steiles bis sehr steiles Gelände; erfordert Kraft in Armen und Beinen sowie gute Trittsicherheit
D Sehr schwierig Senkrechte, teils überhängende Passagen; Klammern oft weit auseinander; hoher Krafteinsatz nötig
E Extrem schwierig Oft bis meist überhängend, häufig nur Stahlseil ohne Tritthilfen; nur für sehr Erfahrene
F Überaus schwierig Extremst-Varianten; meist kurze Sportklettersteige mit maximalen Kraftanforderungen

2. Hülsler-Skala (K1 bis K6)





Grad Beschreibung
K1 (leicht)Entspricht etwa Schall A
K2 (mittel)Entspricht etwa Schall B
K3 (ziemlich schwierig)Entspricht etwa Schall B/C bis C
K4 (schwierig)Entspricht etwa Schall C/D bis D
K5 (sehr schwierig)Entspricht etwa Schall D/E bis F
K6 (extrem schwierig)Entspricht etwa Schall E bis F

3. Internationale Skalen (Frankreich & Italien)

In Frankreich und Italien werden häufig die klassischen Bergsteigerbewertungen verwendet:





GradBezeichnung
FFacile / leicht
PDPeu difficile / wenig schwierig
ADAssez difficile / ziemlich schwierig
DDifficile / schwierig
TDTrès difficile / sehr schwierig
EDExtrêmement difficile / extrem schwierig

4. Besonderheit Dolomiten

In den Dolomiten findet man häufig eine Kombination aus Zahl und Buchstabe: Die Zahl (1–5) beschreibt die technische Schwierigkeit, der Buchstabe (A–C) die Ernsthaftigkeit bzw. alpine Gefahr.

Planungstipp: Die jeweilige Skala bewertet immer nur die schwierigste Einzelstelle. Ein kurzer Steig im Grad D kann daher weniger anstrengend sein als ein sehr langer Klettersteig, der durchgehend mit C bewertet ist. Achte in Topos auf Länge, Häufigkeit schwerer Passagen sowie Zu- und Abstieg, Exposition, Wetter und aktuelle Verhältnisse.

Was bedeuten die Schwierigkeitsgrade A bis E konkret?

A/B: Einsteiger:innen – Wandern mit Händen

Wie eine steile Leiter im Garten oder eine sehr steile Treppe. Du stehst meist sicher auf breiten Eisenklammern oder Felsabsätzen. Deine Arme halten hauptsächlich das Gleichgewicht; das Hauptgewicht lastet auf den Beinen.

Geeignet für: Anfänger:innen, Familien

C: Der „echte“ Klettersteig – anstrengend

Du musst dich an senkrechten Stellen aktiv am Stahlseil oder an Eisenstiften hochziehen. Die Tritte werden kleiner, und du hängst öfter einmal „mit dem Hintern über dem Abgrund“. Bei Ungeübten tritt häufig ein Zittern in Armen oder Beinen auf („Nähmaschine“).

Geeignet für: fitte Einsteiger:innen mit sportlichem Background oder Fortgeschrittene

D: Der „kräftige“ Klettersteig – sehr sportlich

„Wie Klimmzüge an einer senkrechten Wand“: Oft gibt es nur das Stahlseil und wenige Eisenstifte oder -klammern für die Füße. Du musst auf Reibung am Fels stehen und brauchst viel Kraft in den Armen. Rastmöglichkeiten sind selten.

Geeignet für: erfahrene Bergsteiger:innen; Schwindelfreiheit ist Pflicht, oft mit viel Luft unter den Sohlen

E: Der „extreme“ Klettersteig – Leistungssport

„Wie Turnen am Reck in großer Höhe“. Dich erwarten häufig überhängende Passagen. Wenn du hier loslässt, fällst du sofort ins Klettersteigset. Das Umhängen der Karabiner in überhängendem Gelände erfordert erhebliche Maximalkraft.

Geeignet für: Profis und sehr erfahrene Kletterer:innen. Anfänger:innen geraten hier oft in gefährliche Blockaden, da die Kraft abrupt nachlässt und ein Rückzug meist nicht mehr möglich ist.

Welcher Klettersteig ist für Anfänger:innen geeignet?

Für Anfänger:innen sind Klettersteige im Bereich A bis B ideal. Diese bieten ein sicheres Erlebnis, ohne zu überfordern, und sind oft so angelegt, dass man sich auch langsam an die Höhe gewöhnen kann.

  • Schwierigkeit: Bis B geeignet; ein kurzes „C“ ist für sportliche Einsteiger:innen gut machbar, kann aber bereits als stressig empfunden werden.
  • Zustieg: Kurz oder per Seilbahn erreichbar, damit genügend Kraft für den eigentlichen Klettersteig bleibt.
  • Im Fels: Viele künstliche Tritthilfen oder gut strukturierter, gestufter Fels, damit möglichst wenig auf Reibung geklettert werden muss.
  • Fluchtweg: Idealerweise gibt es Notausstiege oder die Route ist insgesamt nicht zu lang.

Gibt es Klettersteige für Kinder oder Familien?

Es gibt Familienklettersteige, die gezielt so angelegt sind, dass sie auch für Kinder und Einsteiger:innen ein motivierendes Erlebnis bieten.

Was macht diese Steige aus?

  • Niedrige Seilführung: Stahlseile sind oft tiefer montiert, damit Kinder sie bequem erreichen und die Karabiner selbst umhängen können.
  • Viele Tritthilfen: Es sind überdurchschnittlich viele Eisenklammern vorhanden, um die fehlende Körpergröße auszugleichen.
  • Spielerische Elemente: Oftmals sind Seilbrücken, Themenstationen oder ähnliche Elemente integriert.
  • Kurze Zustiege: Die Wege zum Einstieg sind kurz oder die Einstiege sind direkt mit einer Bergbahn erreichbar.

Sicherheit – mit Kindern am Klettersteig

  • Körpergewicht – das 40-kg-Limit: Die meisten Bandfalldämpfer lösen erst ab einem Körpergewicht von etwa 40 kg zuverlässig aus.
  • Zusatzsicherung: Kinder mit weniger als 40 kg Körpergewicht müssen zwingend mit einem zusätzlichen Sicherungsseil von oben nachgesichert werden. Ein Sturz ins normale Klettersteigset wäre für ein leichtes Kind lebensgefährlich.
  • Ausrüstung: Achte auf spezielle Kinder-Klettergurte, um ein Herausrutschen zu verhindern, sowie auf Helme, die wirklich gut passen.

Wie finde ich den richtigen Klettersteig für mein Können?

Der richtige Klettersteig ist weder unterfordernd (Langeweile) noch gefährlich überfordernd (Panik oder Kraftverlust).

Das Wichtigste: Schätze deine Fitness und Erfahrung ehrlich ein. Richte dich stets nach deiner aktuellen Tagesform und nicht nach dem „Best-Case-Szenario“.

  • Anfänger:in: Hast du noch nie ein Klettersteigset bedient? Dann empfehlen wir dir, zuerst an einem Klettersteigkurs teilzunehmen, um den sicheren Umgang mit der Ausrüstung zu erlernen.
  • Sportlich, aber Neuling im Klettersteiggehen: Wir empfehlen dir, zunächst mehrere B- und B/C-Steige zu absolvieren, um den Umgang mit der Ausrüstung und die Abläufe zu festigen und dich an die Materie zu gewöhnen.
  • Fortgeschritten: Du hast bereits mehrere B/C-Steige ohne weiche Knie und brennende Unterarme geschafft? Dann ist ein C oder C/D für dich der nächste Schritt.

Das Topo (Routenskizze)

Es ist eine wichtige Quelle für deine Planung. Achte dabei auf folgende Punkte:

  • Maximalschwierigkeit: Welche Höchstschwierigkeit wird erreicht?
  • Verteilung: Ist der Steig fast nur B mit einer kurzen C-Passage (gut zum Steigern) oder ist er durchgehend C (kraftaufwendig)?
  • Gehzeit: Wie lange bist du rein im Fels unterwegs?
  • Notausstiege: Gibt es Möglichkeiten, um vorzeitig abzubrechen?

CHECK IT OUT:

  • Passt der angegebene Schwierigkeitsgrad zu meinem technischen Können?
  • Zeit: Schaffe ich die Gesamtdauer (Zustieg + Steig + Abstieg)?
  • Charakter: Ist es ein „Genuss-Steig“ (viele Querungen) oder ein „Sport-Steig“ (viel senkrechter Krafteinsatz erforderlich)?
  • Ausrüstung: Kann ich sie richtig bedienen und habe ich alles dabei?

Welche Ausrüstung brauche ich für einen Klettersteig?

Sicherheitsausrüstung – unverzichtbar:

  • Klettersteigset: Moderne Steigsets bestehen aus zwei Lastarmen mit speziellen Klettersteigkarabinern sowie einem Bandfalldämpfer, der im Falle eines Sturzes kontrolliert aufreißt und den Fangstoß minimiert.
  • Klettergurt: Bequemer Hüftgurt, der über der Kleidung getragen wird, mit Beinschlaufen, die nicht einschneiden. Für Kinder empfehlen sich spezielle Kinder-Komplettgurte.
  • Kletterhelm: Schützt nicht nur bei einem Sturz, sondern auch vor Steinschlag, der z. B. durch vorausgehende Klettersteiggeher:innen oder Gämsen ausgelöst werden kann.

Ergänzende Ausrüstung:

  • Klettersteighandschuhe: Schützen die Hände vor Blasen und Verletzungen durch hervorstehende Drähte am Stahlseil und sorgen für guten Grip.
  • Rastschlinge (wenn nicht im Steigset integriert): Besteht aus einer kurzen Bandschlinge und einem Schraubkarabiner. Sie wird zusätzlich in den Gurt eingebunden, um sich an schwierigen Stellen direkt ins Stahlseil oder an einen Haken zu hängen und die Arme auszuruhen. ACHTUNG: Mit eingehängter Rastschlinge darf niemals geklettert werden.
  • Schuhe: Bergschuhe der Kategorie B oder B/C bzw. spezielle Zustiegsschuhe („Approachschuhe“) mit Kletterzone an der Spitze eignen sich besonders gut.
  • Bekleidung: Funktionale, atmungsaktive Outdoor-Kleidung. Eine Regenjacke sollte auch bei gutem Wetter immer im Rucksack sein.
  • Sonstiges:
    • Erste-Hilfe-Set inkl. Rettungsdecke
    • Handy
    • Kleine Verpflegung inkl. Getränk
    • Sonnenschutz

Warum ist ein Klettersteigset lebenswichtig?

Ein Klettersteigset ist weit mehr als eine Leine, die dich mit dem Fels verbindet. Es ist ein hochspezialisiertes Sicherheitssystem, das darauf ausgelegt ist, eine physikalische Besonderheit im Falle eines Sturzes beim Klettersteiggehen zu bewältigen: den extrem hohen Sturzfaktor.

1. Die Komponenten und ihre Funktion:

  • Zwei elastische Lastarme mit speziellen Klettersteigkarabinern: Dass es zwei Arme sind, hat den einfachen Grund, dass man beim Passieren einer Zwischensicherung immer mit mindestens einem Arm am Stahlseil eingehängt ist und somit gesichert bleibt.
  • Der Bandfalldämpfer – das Herzstück des Sets: In einer kleinen Tasche liegt ein mehrfach vernähtes Textilband, das bei einer hohen Stoßbelastung kontrolliert aufreißt und so die einwirkenden Kräfte reduziert.
  • Die Einbindeschlaufe: Damit wird das Set per Ankerstich direkt am Klettergurt (im Anseilring) befestigt.

2. Warum ist es lebensrettend?

Im Gegensatz zum klassischen Klettern, bei dem ein langes, dynamisches Seil den Sturz sanft abfedert, stürzt man am Klettersteig an einem starren Stahlseil.

Ohne Bandfalldämpfer würde Folgendes passieren: Wenn du drei Meter tief fällst und nach nur wenigen Zentimetern von einer starren Schlinge gestoppt wirst, entstehen enorme Kräfte, die auf deinen Körper und das Material wirken. Das kann zu Materialbruch führen (Karabiner brechen oder Schlinge bzw. Klettergurt reißen) oder zu tödlichen Verletzungen, da innere Organe, Wirbelsäule und Becken diesen massiven Fangstoß nicht aushalten.

Der Bandfalldämpfer wirkt hier wie ein Airbag: Wird der Krafteintrag zu groß, fungiert er als Bremse und das vernähte Band reißt auf. Dadurch wird der Bremsweg auf bis zu 2,2 Meter verlängert. Die Belastung auf den menschlichen Körper und das verwendete Material wird so auf ein erträgliches Maß reduziert.

Kann man Klettersteigausrüstung ausleihen oder mieten?

Man kann Klettersteigausrüstung problemlos ausleihen. In manchen Fällen ist das durchaus eine sinnvolle und sichere Option.

Hauptanlaufstellen für den Verleih:

  • Bergsportgeschäfte vor Ort
  • Alpenvereine, z. B. lokale Sektionen des DAV oder OEAV
  • Bergschulen und Bergführerbüros

Das Leihen bei professionellen Anbietern gilt aus folgenden Gründen als sehr sicher:

  • Prüfpflicht: Gesetzliche Verpflichtung, die persönliche Schutzausrüstung regelmäßig nach strengen Normen zu prüfen.
  • Fachpersonal: Nach jeder Rückgabe erfolgt eine Sichtprüfung und Kontrolle der Ausrüstung.
  • Aktualität: Verleihstationen tauschen das Material häufiger als Privatpersonen, sodass meist die modernsten und neuesten Systeme am Markt zur Verfügung stehen.

Fazit: Für Einsteiger:innen ist Leihen die beste Option, um den Sport ohne großes Risiko auszuprobieren.

Welche körperlichen Voraussetzungen brauche ich für einen Klettersteig?

Klettersteiggehen ist eine tolle Mischung aus Wandern und Klettern. Man muss kein:e Profi-Sportler:in sein, aber eine solide Basis ist für die Sicherheit entscheidend.

1. Mentale Voraussetzungen

  • Schwindelfreiheit: Du solltest keine Schwindelgefühle bekommen, wenn du an einer senkrechten Wand nach unten schaust.
  • Keine Höhenangst: Ein gewisser Respekt ist normal und gesund, echte Höhenangst (Panik und Blockaden) kann am Klettersteig gefährlich werden.

2. Körperliche Voraussetzungen

  • Grundkondition: Ein Klettersteig besteht oft aus einem Zustieg (Wanderung zum Fels), dem eigentlichen Steig und dem Abstieg. Das solltest du bei deiner Planung berücksichtigen.
  • Arm- und Handkraft: Auch wenn idealerweise viel mit der Beinkraft gearbeitet wird, musst du dich am Stahlseil und an Klammern festhalten und hochziehen können. Besonders in steileren Passagen können die Unterarme schnell ermüden.
  • Trittsicherheit
  • Gewicht: Das Körpergewicht ist für die Ausrüstung relevant. Die meisten Klettersteigsets sind für ein Gewicht zwischen 40 und 120 kg ausgelegt. Leichtere oder schwerere Personen benötigen spezielle Sicherungstechniken oder eine zusätzliche Seilsicherung.

3. Der kleine Selbsttest

  • Kann ich sicher auf einer Bordsteinkante oder einem Baumstamm balancieren?
  • Habe ich schon einmal eine vierstündige Bergwanderung mit 600 bis 800 Höhenmetern gut weggesteckt?
  • Fühle ich mich auf einer hohen Leiter wohl, wenn ich mit beiden Händen arbeiten muss?

Muss ich schwindelfrei sein?

Warum ist Schwindelfreiheit so wichtig?

Auf einem Klettersteig befindest du dich oft in „ausgesetztem“ Gelände. Das bedeutet, dass es direkt neben deinen Füßen auch mal mehrere hundert Meter steil bergab gehen kann.

  • Gleichgewicht: Wenn dich die Tiefe schwindlig macht, verlierst du das Gleichgewicht – das kann am Fels schnell gefährlich werden.
  • Handlungsfähigkeit: Schwindel führt nicht selten zu einer „Schockstarre“. Da es meist keine Notausgänge gibt und das Umkehren technisch anspruchsvoller ist, solltest du in der Lage sein, die Tour sicher zu Ende zu gehen.
  • Sicherheitsaspekt: Wer unter Schwindel oder Panik leidet, macht eher Fehler beim Umhängen der Karabiner.

Zusammengefasst:
Absolute Schwindelfreiheit ist ab mittelschweren Steigen (Kategorie C) Pflicht. Für den Einstieg (A/B) reicht es oft, wenn du dich in der Höhe grundsätzlich wohlfühlst und keine Panik entwickelst.

Brauche ich Vorerfahrung für meinen ersten Klettersteig?

Du brauchst keine spezifische Klettererfahrung, um deinen ersten Klettersteig zu gehen. Allerdings solltest du nicht völlig „blind“ in das Unternehmen starten.

1. Die „Null-Erfahrung-Option“: Der:die staatlich geprüfte Berg- und Skiführer:in

Wenn du dich unsicher fühlst, ist das Buchen eines Schnupperkurses oder einer geführten Tour bei einer Bergschule die beste Investition. Dein Vorteil: Ein:e Bergführer:in zeigt dir den richtigen Umgang mit Material und Ausrüstung, das korrekte Umhängen, die richtige Fußtechnik und gibt dir mentale Sicherheit. Im Notfall kann er:sie dich sogar zusätzlich am Seil sichern.

2. Was du auf jeden Fall beherrschen solltest

  • Umgang mit der Ausrüstung: Du weißt, wie man den Gurt korrekt anzieht und wie das Klettersteigset richtig darin eingebunden wird.
  • Bedienung des Klettersteigsets: Du kennst die „Karabiner-Regel“ – es muss immer mindestens ein Karabiner im Stahlseil eingehängt sein, niemals dürfen beide gleichzeitig gelöst werden.
  • Wetterkompetenz: Im Klettersteig bist du bei einem Gewitter an einem riesigen Blitzableiter „gefangen“. Du solltest wissen, wie man einen Wetterbericht für die Berge liest und die Tourenplanung entsprechend anpassen kann.

Ist ein Klettersteigkurs für Einsteiger:innen sinnvoll?

Ein Klettersteigkurs macht absolut Sinn. Obwohl man die Technik theoretisch schnell versteht, gibt einem ein Kurs mehr Sicherheit in Fertigkeiten, die man sich selbst kaum beibringen kann.

1. Sicherheit durch die richtige Technik
Im Rahmen eines Kurses wird weit mehr vermittelt als nur das Einhängen der Karabiner:

  • Fehlervermeidung: Der:die Bergführer:in korrigiert schwerwiegende Fehler, bevor sie zur Gewohnheit werden.
  • Trittschulung: Du lernst, wie du dein Gewicht auf die Beine verlagerst und so deine Armkraft schonst, effizient unterwegs bist und einer frühzeitigen Erschöpfung entgegenwirkst.
  • Ausrüstungskunde: Alles Wichtige zu Gurt und Material.

2. Mentale Sicherheit
Der erste Schritt in eine senkrechte Wand ist oft Kopfsache.

  • Ein:e staatlich geprüfte:r Bergführer:in vermittelt dir Sicherheit und Vertrauen – auch in Bezug auf deine Ausrüstung.
  • Staatlich geprüfte Bergführer:innen kennen Techniken, um dich in schwierigen Passagen zusätzlich mit einem Seil von oben zu sichern („Nachsichern“), falls du dir schwer tust oder dich unwohl fühlst.

3. Alpine Gefahren
Klettersteiggehen findet im Gebirge statt. Im Kurs erfährst du mehr über:

  • Wetterkunde
  • Tourenplanung: Topos lesen, Schwierigkeitsgrade einschätzen u. v. m.
  • Verhalten bei Steinschlag etc.

Fazit:
Wenn du planst, häufiger auf Klettersteigen unterwegs zu sein, ist ein Basiskurs die beste Investition in deine Sicherheit. Er nimmt Angst, verhindert Frust, gibt Sicherheit und oft lernst du Gleichgesinnte kennen – vielleicht für eine gemeinsame nächste Tour.

Wie gefährlich sind Klettersteige wirklich?

Klettersteige sind statistisch gesehen nicht gefährlicher als klassisches Bergwandern, jedoch ist das Gefahrenpotenzial ein völlig anderes. Während beim Wandern Stolpern, Umknicken und Herz-Kreislauf-Probleme die Hauptrisiken sind, ist ein Sturz im Klettersteig ein kritisches Ereignis, das unbedingt vermieden werden muss.

Ein Gefahrenüberblick:

  • Kein „sanfter Sturz“: Wenn du fällst, rutschst du am Stahlseil bis zur nächsten Verankerung. Dabei kannst du ungebremst auf Eisenstifte oder Felskanten prallen.
  • Sturzfaktor: Das Klettersteigset verhindert zwar, dass der Körper die volle Wucht des Sturzes abbekommt, Verletzungen wie Brüche oder Prellungen sind allerdings wahrscheinlich.
  • Goldene Regel: Im Klettersteig wird nicht gestürzt. Man klettert nur Steige, die man technisch und kraftmäßig sicher beherrscht.

Was sind die häufigsten Fehler auf Klettersteigen?

1. Zu geringer Abstand zwischen den Klettersteiggeher:innen
Es darf sich immer nur eine Person in einem Sicherungsabschnitt zwischen zwei Verankerungen befinden. Stürzt die Person vor dir, rutscht sie am Stahlseil ungebremst bis zur nächsten Verankerung hinunter und kann dich mit voller Wucht mitreißen, wenn du dich im selben Abschnitt befindest.

2. Beide Karabiner gleichzeitig aushängen
Bei Müdigkeit und Routine passiert dieser Flüchtigkeitsfehler häufig beim Umhängen an den Zwischensicherungen. Erst wird ein Karabiner umgehängt, dann der zweite. Einer bleibt immer im Seil.

3. Fehlender Partner-Check
„Man zieht sich den Gurt an, bindet das Set ein und läuft los.“ Der Fehler: Es wird übersehen, dass die Einbindeschlaufe falsch oder unvollständig eingefädelt ist oder eine Schnalle am Gurt nicht korrekt geschlossen wurde.
Lösung: Kontrolliert euch vor dem Einstieg gegenseitig. Ist der Gurt korrekt angezogen und geschlossen? Ist das Klettersteigset richtig eingebunden? Sitzt der Helm und ist die Schnalle geschlossen?

4. Unterschätzung des Rückwegs
Viele vergessen, dass die Tour am Ende des Stahlseils noch nicht vorbei ist. Dadurch wird bereits im Aufstieg zu viel Kraft verbraucht. Der Abstieg erfolgt oft über steile Geröllfelder oder schmale Pfade, die volle Konzentration und Kraft in den Beinen erfordern. Die meisten Unfälle am Berg passieren im Abstieg.

5. Rastschlinge vergessen
Ein Klettersteigset dient der Sicherung, nicht zum Ausruhen. Eine separate Bandschlinge mit Schraubkarabiner sollte am Gurt mitgeführt werden, um sich für Pausen oder Fotos sicher in eine Eisenklammer einhängen zu können.

6. Ignorieren des Wetterberichts
Ein Klettersteig wird bei Gewitter schnell lebensgefährlich. Das durchgehende Stahlseil wirkt wie ein hunderte Meter langer Blitzableiter. Plane deine Tour entsprechend.

Was mache ich bei Wetterumschwung oder Gewitter?

1. Sofortiges Handeln ist gefragt

  • Blitze schlagen oft schon ein, bevor erste Regentropfen fallen. Achte auf Anzeichen wie statisches Aufladen, Brummen des Seils, Surren in der Luft, aufgestellte Haare oder sogenanntes „Elmsfeuer“.
  • Wenn das Gewitter noch in der Ferne ist, versuche den nächsten offiziellen Notausstieg zu erreichen oder kehre um, wenn das schneller geht.
  • Gipfel meiden: Steige niemals weiter auf, denn Gipfel und Grate sind die gefährlichsten Orte bei Blitzeinschlägen.

2. Wenn dich das Gewitter im Steig einholt

  • Wenn Blitz und Donner weniger als 15 Sekunden auseinanderliegen, ist es für die Flucht zu spät – weg vom Stahl!
  • Sicherung lösen? Schwierige Entscheidung. Befindest du dich in weniger exponiertem Gelände, z. B. auf einem flachen Band, solltest du dich vom Stahlseil lösen und etwa drei bis fünf Meter Abstand gewinnen.
  • In einer exponierten Wand: Wenn du in der Senkrechten hängst, kannst du dich nicht ausklinken – Absturzgefahr! Bleibe eingehängt und versuche, so schnell wie möglich eine halbwegs sichere Nische oder ein Band zu erreichen, um Abstand zum Stahlseil zu bekommen.
  • Kauerstellung: Suche dir auf festem Untergrund (kein Wasserlauf!) eine möglichst sichere Stelle und kauere dich mit geschlossenen Füßen auf eine isolierende Unterlage wie Rucksack oder Seil. Berühre den Fels so wenig wie möglich.

3. Goldene Verhaltensregel im Notfall

  • Nicht in Gruppen zusammenstehen: Halte drei bis fünf Meter Abstand zu deinen Partner:innen, damit im Falle eines Einschlags der Strom nicht auf alle überspringt.
  • Rucksack als Isolator: Setz dich auf deinen Rucksack, um den Kontakt zum Boden zu minimieren.
  • Metallgegenstände: Karabiner oder Handy müssen nicht weggeworfen werden, sollten aber keinen direkten Kontakt zum Körper haben.

Vorbeugung ist alles

Durch gute Planung kann eine lebensbedrohliche Situation fast immer vermieden werden:

  • Früher Start: Die meisten Wärmegewitter entstehen am Nachmittag. Wer gegen Mittag wieder im Tal ist, hat einen klaren Sicherheitsbonus.
  • Wetter-Apps nutzen: Verwende präzise Wetter-Apps mit zuverlässigem Regenradar.
  • Rückzug und Umkehr: Wenn dunkle Wolkentürme aufsteigen, ist es Zeit für die Umkehr – auch wenn es schwerfällt.

Darf man einen Klettersteig allein gehen?

Das größte Problem beim Alleingehen ist der Ernstfall.

  • Keine Hilfe bei Unfällen: Wenn du stürzt, verletzt wirst oder eine Blockade hast, z. B. durch Erschöpfung oder Angst, kann niemand Hilfe rufen oder Erste Hilfe leisten.
  • Objektive Gefahren: Steinschlag oder plötzliche Wetterumschwünge treffen dich allein genauso wie in der Gruppe, die psychische Belastung ist allein jedoch oft höher.
  • Handyempfang: In den Bergen gibt es häufig Funklöcher. Wenn du allein bist und kein Netz hast, bist du komplett auf dich gestellt.

Vorteile des Solo-Gehens

  • Eigenes Tempo: Du musst dich niemandem anpassen und kannst Pausen machen, wann du willst.
  • Fokus: Viele schätzen die Ruhe und die intensive Wahrnehmung der Umgebung.

Checkliste: Wenn du allein losziehst

Wenn du dich entscheidest, allein zu gehen, solltest du folgende Sicherheitsmaßnahmen treffen:

  1. Route genau planen: Wähle einen Steig, den du technisch sicher beherrschst. Ein Klettersteig an deiner absoluten Leistungsgrenze ist solo nicht ratsam.
  2. Bescheid geben: Informiere eine Vertrauensperson, z. B. Partner:in, Freund:innen oder Hüttenwirt:in, über deine genaue Route und die geplante Rückkehrzeit. Melde dich zurück, sobald du sicher am Ziel bist.
  3. Wettercheck: Ein Gewitter im Klettersteig ist lebensgefährlich. Prüfe den Wetterbericht, z. B. über Bergfex oder Meteoblue, sehr genau.
  4. Notfall-Equipment:
    • Voll geladenes Handy plus Powerbank
    • Erste-Hilfe-Set und Rettungsdecke
    • Gegebenenfalls ein Satelliten-Kommunikationsgerät, z. B. Garmin inReach, falls du in Gebieten ohne Netz unterwegs bist
  5. Andere Bergsteiger:innen: Auf viel begangenen Steigen bist du zwar allein unterwegs, im Notfall sind jedoch andere Menschen in der Nähe. Das erhöht die Sicherheit erheblich.

Wann ist die beste Jahreszeit für Klettersteige?

Die ideale Zeit für Klettersteige hängt stark von der Höhenlage und der Region ab. Grundsätzlich lässt sich die Saison in den Alpen in drei Phasen unterteilen:

1. Die Hauptsaison: Juli bis September
Dies ist die beste Zeit für hochalpine Klettersteige über 2.000 Meter, wie man sie in den Dolomiten, am Dachstein oder in den Zentralalpen findet.

  • Vorteile: Die meisten Wege sind schneefrei, die Berghütten sind geöffnet und die Tage sind lang.
  • Nachteile: Es ist die Zeit der Wärmegewitter. Ein Gewitter am Stahlseil ist lebensgefährlich. Man sollte daher sehr früh starten, um vor dem typischen Nachmittagsgewitter wieder im Tal oder auf der Hütte zu sein.

2. Die stabilste Zeit: September bis Oktober – Goldener Herbst
Viele erfahrene Geher:innen bezeichnen den Herbst als die eigentlich schönste Zeit.

  • Vorteile: Das Wetter ist oft stabiler, mit deutlich geringerer Gewittergefahr als im Hochsommer. Die Fernsicht ist durch die klare Luft am besten, zudem ist auf den Steigen deutlich weniger los.
  • Nachteile: Die Tage werden kürzer und in Schattenlagen kann es bereits sehr kalt sein oder ersten Frost beziehungsweise Reif auf den Eisenstiften geben, was die Rutschgefahr erhöht.

3. Die Übergangszeit: Mai bis Juni
In diesen Monaten bieten sich vor allem tiefer gelegene Klettersteige wie Tal-Klettersteige oder Steige in den Voralpen an.

  • Vorteile: Angenehme Temperaturen in niedrigen Lagen, während es im Hochsommer dort oft zu heiß wäre.
  • Achtung: In höheren Lagen liegt zu dieser Zeit häufig noch Altschnee. Das ist tückisch, denn der Einstieg kann trocken sein, während weiter oben Schneefelder den Weg blockieren oder das Drahtseil verdecken. Das Begehen schneebedeckter Klettersteige ohne Spezialausrüstung wie Steigeisen oder Pickel ist extrem gefährlich.

Wie beeinflusst das Wetter einen Klettersteig?

Das Wetter ist beim Klettersteiggehen der entscheidende Sicherheitsfaktor. Da du dich an einem durchgehenden Metallseil bewegst, bist du Risiken ausgesetzt, die über das normale Wandern hinausgehen.

Hier sind die vier wichtigsten Einflüsse:

1. Das größte Risiko: Gewitter
Ein Klettersteig ist im Grunde ein kilometerlanger Blitzableiter.

  • Lebensgefahr: Das Stahlseil leitet elektrische Ladungen über weite Strecken. Ein Einschlag muss nicht direkt bei dir erfolgen, um lebensgefährlich zu sein.
  • Verhalten: Bei der geringsten Gewitterneigung, etwa bei quellenden Wolken oder Donner in der Ferne, solltest du den Steig sofort verlassen oder gar nicht erst einsteigen.
  • Im Notfall: Falls dich ein Gewitter in der Wand überrascht, solltest du – wenn die Absturzgefahr gering ist – das Klettersteigset aushängen, Abstand zum Seil gewinnen und auf einer isolierenden Unterlage wie einem Rucksack zusammenkauern.

2. Nässe und Regen
Regen verändert nicht nur die Sicht, sondern auch die technische Schwierigkeit des Steigs massiv.

  • Rutschgefahr: Felsplatten, Tritte und vor allem Eisenstifte werden bei Nässe spiegelglatt. Ein einfacher B-Steig kann sich dann wie ein schwieriger D-Steig anfühlen.
  • Kraftaufwand: Da die Füße weniger Halt finden, musst du deutlich mehr Kraft aus den Armen aufwenden, was schneller zur Erschöpfung führt.
  • Steinschlag: Regen löst lockeres Gestein und Geröll in den Rinnen oberhalb des Steigs.

3. Hitze und Sonne
Viele Klettersteige verlaufen durch Südwände, in denen sich die Hitze staut.

  • Erschöpfung: Dehydrierung und Hitzschlag sind häufige Ursachen für Rettungseinsätze, da Kletterer:innen in der Wand oft keinen Schatten finden.
  • Verbrennungsgefahr: Stahlseil und Eisenklammern können so heiß werden, dass man sie ohne Handschuhe kaum noch anfassen kann.

4. Schnee und Eis
Besonders im Frühsommer oder im Spätherbst ist Vorsicht geboten.

  • Verdeckte Seile: Altschneefelder können das Sicherungsseil komplett unter sich begraben. Ohne sichtbares Seil wird die Passage oft unpassierbar oder lebensgefährlich.
  • Vereisung: In schattigen Rinnen kann gefrorenes Schmelzwasser als Glatteis auf den Tritten liegen – selbst dann, wenn die Sonne scheint.

Warum sollte ich einen Klettersteig mit Bergführer:in gehen?

Einen Klettersteig mit einem:einer Bergführer:in zu gehen, ist besonders für Einsteiger:innen, aber auch für Fortgeschrittene eine der besten Investitionen in die eigene Sicherheit und Lernkurve.

Hier sind die wichtigsten Gründe, warum ein:e Bergführer:in den Unterschied machen kann:

1. Das Sicherheits-Plus bei Überforderung
Am Klettersteig gibt es oft kein Zurück. Wer in einer Wand plötzlich die Kraft verliert oder eine Blockade bekommt, steckt fest.

  • Zusatzsicherung: Ein:e Bergführer:in hat immer ein Sicherungsseil dabei. Er:sie kann dich an schwierigen Stellen von oben sichern oder dich im Notfall sogar abseilen.
  • Einschätzung: Er:sie erkennt schon vor der Schlüsselstelle, ob deine Kraft oder Technik ausreicht, und kann rechtzeitig reagieren.

2. Technik von Anfang an richtig lernen
Viele Anfänger:innen machen den Fehler, sich nur mit den Armen am Seil hochzuziehen. Das führt zu schneller Erschöpfung. Ein:e Bergführer:in lehrt dich:

  • Kraftsparendes Steigen: Wie du dein Gewicht auf die Beine verlagerst, Stichwort „Klettern am langen Arm“.
  • Sicherer Umgang mit Karabiner und Set: Fehler beim Umhängen sind eine der häufigsten Unfallursachen. Ein Profi korrigiert dich so lange, bis die Handgriffe blind sitzen.

3. Risikomanagement und Wetter
Alpines Gelände ist unberechenbar. Ein:e Bergführer:in übernimmt für dich die komplexe Planung:

  • Wetter-Expertise: Er:sie kann Wolkenbilder und lokale Windverhältnisse viel präziser deuten als eine App.
  • Ortskenntnis: Er:sie kennt Notausstiege, besondere Gefahrenstellen, Schlüsselstellen, die schönsten Plätze und hat vielleicht den einen oder anderen Geheimtipp.

4. Stressfreies Erlebnis
Besonders wenn du zum ersten Mal in der Vertikalen bist, ist die psychische Belastung hoch.

  • Mentale Unterstützung: Ein:e Bergführer:in gibt dir durch seine:ihre Präsenz Ruhe und Sicherheit. Du musst dich nicht um Wegfindung oder Zeitplanung kümmern, sondern kannst dich voll auf den Fels und die Aussicht konzentrieren.
  • Leihmaterial: Oft ist die hochwertige Spezialausrüstung wie Gurt, Helm und aktuelles Klettersteigset bereits im Preis enthalten.
OASE alpin GmbH

Bergschule in Oberstdorf
Bahnhofplatz 5 | 87561 Oberstdorf

Auszeichnungen

Haben Sie Fragen?

+49 8322 8000 980
bergschule@oase-alpin.com

 

Bürozeiten:
Juni-Sept.: Mo-Fr: 8 - 18:00 Uhr
Okt.-Mai: Mo-Do: 8 - 16:00 Uhr,
Fr. 8 - 13:00 Uhr

Zur Anmeldung Jetzt anmelden und Vorteile des Kundenkontos nutzen.
Wir verwenden Cookies
Wir und unsere Partner verwenden Cookies und ähnliche Technologien, um unsere Website technisch bereitzustellen, Zugriffe zu analysieren und personalisierte Inhalte anzuzeigen.
Dabei können Daten an Drittanbieter (z. B. in den USA) übermittelt werden. Ihre Einwilligung ist freiwillig und kann jederzeit widerrufen werden. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einstellungen  ·  Datenschutzerklärung  ·  Impressum
zurück
Cookie-Einstellungen
Cookies die für den Betrieb der Webseite unbedingt notwendig sind. weitere Details
Website
Verwendungszweck:

Unbedingt erforderliche Cookies gewährleisten Funktionen, ohne die Sie unsere Webseite nicht wie vorgesehen nutzen können.

Anbieter:
Diese Cookies werden von OASE alpin GmbH - Bergschule Oberstdorf auf Basis des eingestezten Redaktionssystems Tramino angeboten.

verwendete Cookies:
Das Cookie »TraminoCartSession« dient zur Speicherung des Warenkorbs und der Gefällt-mir Angaben auf dieser Website. Das Cookie »TraminoSession« dient zur Speicherung einer Usersitzung, falls eine vorhanden ist. Das Cookie »Consent« dient zur Speicherung Ihrer Entscheidung hinsichtlich der Verwendung der Cookies.

Rechtsgrundlage: Berechtigtes Interesse (kein Opt-Out möglich) (DSGVO 6.1.f)

Speicherdauer: Die Cookies werden bis zu 1 Jahr gespeichert.

Cookies die benötigt werden um die Nutzung der Website zu analysieren und zu verbessern sowie Anzeigen zu schalten, die für Ihre Interressen relevant sind. weitere Details
Google Tag Manager
Verwendungszweck:

Einbindung von Google Analytics über den Google Tag Manager. Cookies von Google für die Generierung statischer Daten zur Analyse des Website-Verhaltens. Dieser Anbieter kann Ihre personenbezogenen Daten außerhalb des EWR/der EU übertragen, speichern oder verarbeiten. Diese Länder haben möglicherweise nicht das gleiche Datenschutzniveau und die Durchsetzung Ihrer Rechte kann eingeschränkt oder nicht möglich sein.

Anbieter: Google LLC (Vereinigte Staaten von Amerika)

Verwendete Technologien: Cookies

Rechtsgrundlage: Einwilligung (DSGVO 6.1.a)

Speicherdauer: Die Cookies werden bis zu 730 Tage gespeichert.

Datenschutzhinweise: https://policies.google.com/privacy?fg=1

Externer Videodienst YouTube
Verwendungszweck:

Cookies die benötigt werden um YouTube Videos auf der Webseite zu integrieren und vom Benutzer abgespielt werden können. Dieser Anbieter kann Ihre personenbezogenen Daten außerhalb des EWR/der EU übertragen, speichern oder verarbeiten. Diese Länder haben möglicherweise nicht das gleiche Datenschutzniveau und die Durchsetzung Ihrer Rechte kann eingeschränkt oder nicht möglich sein.

Anbieter: Google LLC (Vereinigte Staaten von Amerika)

Verwendte Technologien: Cookies

Rechtsgrundlage: Einwilligung (DSGVO 6.1.a)

Speicherdauer: Die Cookies werden bis zu 179 Tage gespeichert.

Datenschutzerklärung: https://policies.google.com/privacy?hl=de&gl=de

Externer Videodienst Vimeo
Verwendungszweck:

Cookies die benötigt werden um Vimeo Videos auf der Webseite zu integrieren und vom Benutzer abgespielt werden können. Dieser Anbieter kann Ihre personenbezogenen Daten außerhalb des EWR/der EU übertragen, speichern oder verarbeiten. Diese Länder haben möglicherweise nicht das gleiche Datenschutzniveau und die Durchsetzung Ihrer Rechte kann eingeschränkt oder nicht möglich sein.

Anbieter: Vimeo LLC (Vereinigte Staaten von Amerika)

Verwendte Technologien: Cookies

Rechtsgrundlage: Einwilligung (DSGVO 6.1.a)

Speicherdauer: Die Cookies werden bis zu 1 Jahr gespeichert.

Datenschutzerklärung: https://vimeo.com/privacy