Hochtour | OASE alpin Bergschule Oberstdorf
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Wissenswertes zu Hochtouren

Alles, was du über Hochtouren wissen solltest.

17.01.2026 - von Korbinian Schmittlein

1. Was ist eine Hochtour?

Definition und Abgrenzung zu Berg- und Gletschertouren

Eine Hochtour ist die „Königsdisziplin“ des Bergsteigens. Der entscheidende Unterschied zu einer normalen Bergtour ist das Gelände: Sobald du dich auf Gletschern oder in ganzjährig vereisten bzw. verschneiten Regionen (der sogenannten Nivalzone) bewegst, spricht man von einer Hochtour.

Was macht eine Hochtour aus?

Eine Hochtour beginnt dort, wo „normale“ Bergwege aufhören. Die wichtigsten Merkmale sind:

  • Vergletschertes Gelände: Das Begehen von Gletschern erfordert fast immer das Gehen am Seil (Seilschaft), um einen potenziellen Sturz in eine Gletscherspalte abzufangen.
  • Kombiniertes Gelände: Du bewegst dich oft abwechselnd auf Fels, Schnee und blankem Eis. Das erfordert den sicheren Umgang mit Steigeisen und Pickel.
  • Technische Anforderungen: Du musst Sicherungstechniken beherrschen (z. B. Spaltenbergung, Standplatzbau in Eis und Fels).
  • Die Höhe: Da die Gletscher in den Alpen meist erst über 2.800 m beginnen, spielen dünne Luft und Akklimatisation eine wichtige Rolle.

Abgrenzung zur Gletscherwanderung

Oft wird das Gletschertrekking (Gletscherwanderung) als Einstieg genutzt.

  • Gletscherwanderung: Das Ziel ist das Erlebnis auf dem Eis. Du bleibst meist auf flachen, technisch einfachen Routen.
  • Hochtour: Das Ziel ist meist ein Gipfel. Der Weg dorthin führt über den Gletscher, beinhaltet aber oft auch steile Eisrinnen oder Kletterpassagen am Grat.

2. Worin unterscheidet sich eine Hochtour von einer normalen Bergtour?

Schwierigeres Gelände, Eis/Schnee, spezielle Ausrüstung

Der Übergang zwischen einer Bergtour und einer Hochtour ist oft fließend, aber es gibt klare Kriterien, die eine Hochtour definieren. Der entscheidende „Gamechanger“ ist die Vergletscherung.

Das Gelände: Wo hört die Bergtour auf?

  • Bergtour: Du bewegst dich auf markierten oder weglosen Pfaden, im Geröll oder in felsigem Gelände. Auch wenn es steil ist, bleibt der Untergrund meist „fest“. Schneefelder können vorkommen, sind aber meist nur vorübergehende Hindernisse.
  • Hochtour: Hier betrittst du die nivale Zone (ewiges Eis und Schnee). Sobald ein Gletscher überquert werden muss, handelt es sich per Definition um eine Hochtour. Das Gelände ist kombiniert: Fels, Firn und blankes Eis wechseln sich ab.

Die Ausrüstung: Was musst du mitschleppen?

  • Bergtour: Bergschuhe oder Approachschuhe, ggf. Helm bei Steinschlaggefahr.
  • Hochtour: Steigeisen und Eispickel sind zwingend notwendig. Aufgrund der Spaltensturzgefahr brauchst du Klettergurt, Seil und Material zur Spaltenbergung. Auch die Schuhe müssen steigeisenfest sein.

Die Anforderungen & Gefahren

  • Gefahren: Neben Wettersturz und Absturz kommen bei Hochtouren Gletscherspalten, Eisschlag und Höhenkrankheit hinzu.
  • Know-how: Du musst Sicherungstechniken beherrschen und wissen, wie eine Seilschaft geführt und eine Spaltenrettung durchgeführt wird.

Eine Gletscherwanderung gilt oft als Vorstufe zur Hochtour. Sie bleibt im flachen Gelände, erfordert aber dennoch volle Gletscherausrüstung und Wissen zur Spaltenrettung.

3. Ab welcher Höhe spricht man von einer Hochtour?

Meist ab etwa 3.000 m, häufig vergletschert

Eine fixe Höhenmeter-Grenze gibt es nicht. In der Praxis spricht man in den Alpen ab etwa 3.000 m von einer Hochtour.

Warum gerade 3.000 Meter?

  • Gletscherzone: Gletscher und ganzjähriger Firn beginnen meist zwischen 2.800 und 3.200 m.
  • Ausrüstungspflicht: Steigeisen, Pickel und Seil werden notwendig.
  • Gipfelziele: Klassische Hochtouren sind Dreitausender oder Viertausender.

Entscheidend ist jedoch nicht die Höhe allein, sondern der Charakter der Tour.

4. Wie plane ich eine Hochtour richtig?

Tourenplanung inkl. Karten, Wetter und Alternativrouten

Die Planung einer Hochtour ist deutlich komplexer als die einer normalen Wanderung. Ein bewährtes Konzept ist die 3×3-Filtermethode.

Die Goldene Regel der Hochtour: Der frühe Aufbruch

  1. Gletscherüberquerung bei hartem Nachtfrost
  2. Vermeidung von Steinschlag
  3. Ausreichende Zeitreserve für den Abstieg

5. Welche Kenntnisse und Erfahrungen brauche ich?

  • Technische Fertigkeiten: Steigeisen, Pickel, Seiltechnik, Spaltenbergung
  • Alpine Erfahrung: Geländelesen, Orientierung, Wetterkunde
  • Physische Voraussetzungen: Kondition, Trittsicherheit, Höhenverträglichkeit

6. Brauche ich eine:n Bergführer:in?

  • Anfängerstatus
  • Fehlendes Rettungswissen
  • Komplexe Touren
  • Deutliches Sicherheitsplus

7. Wie lange dauert eine typische Hochtour?

Meist 2 Tage: Hüttenzustieg und Akklimatisation am ersten Tag, Gipfeltag mit 7–12 Stunden Gehzeit am zweiten Tag.

8. Welche Gefahren gibt es auf einer Hochtour?

  • Objektive Gefahren: Gletscherspalten, Eis- und Steinschlag, Wettersturz, Wechtenbruch
  • Subjektive Gefahren: Erschöpfung, Überschätzung, mangelndes Know-how, Höhenkrankheit
Gipfelgrat zum Großvenediger
Tauern Haute Route - Hochtourenwoche mit Ausbildung
Klingende Namen und imposante Gipfel mit Besteigung des Großvenedigers (3.674 m)
Panoramablick Jungfraujoch II
Gletschertrekking - Vom Jungfraujoch zum Grimselpass
Eindrucksvolle Gletschertage mitten durch das UNESCO - Weltkulturerbes Jungfrau-Aletsch
Blick auf das majestetische Matterhorn
Leichte 4.000er im Wallis
Standortwoche im Saastal - erlebe die Bergwelt um Saas Fee und sammle Deine ersten 4.000er
Auf dem Similaunferner
Venter Runde
Durchquerung der Ötztaler Alpen mit Besteigung der Wildspitze (3.772 m)
Die Silvretta
Silvretta - Durchquerung
Hochtourenwoche in der blauen Silvretta
Haute Route
Haute Route im Sommer
Hochtourenwoche von Chamonix nach Zermatt
Naehe Mandrone Hutte
Presanella - Adamello
Klangvolle Namen
4. Tag - Aufstieg über den Taschachferner zur Wildspitze (3.772 m)
Transalp für Könner
Auf anspruchsvoller Route von Oberstdorf nach Südtirol – mit Besichtigung der „Ötzi“ - Fundstelle!
Wallis Südseite
Wallis Südseite
9 leichte Viertausender vis-à -vis vom Matterhorn
Bernina
Bernina - Woche
Klassische Hochtourenwoche zu den höchsten Ostalpengipfeln: Piz Sella – Piz Bernina – Piz Palü
Ortler Durchquerung Schaubachhütte
Ortler - Durchquerung
Hochtourenwoche mit Klettersteig in Südtirol und Besteigung von König Ortler

9. Wie kann ich mich vor Höhenkrankheit schützen?

Akklimatisation, langsames Tempo, Abstieg bei Symptomen

Die Höhenkrankheit (AMS – Acute Mountain Sickness) ist keine Frage der Fitness, sondern der Anpassungsfähigkeit deines Körpers an den sinkenden Luftdruck und den damit verbundenen Sauerstoffmangel. In den Alpen betrifft dies vor allem Touren, die über 2.500 bis 3.000 Meter Seehöhe führen.

1. Die goldene Regel: „Go high, sleep low“

Dein Körper passt sich am besten an, wenn du ihn tagsüber dem Reiz der Höhe aussetzt, aber in einer tieferen Zone schläfst.

  • Hütten-Taktik: Steige am ersten Tag gemütlich zur Hütte auf. Wenn du Zeit hast, wandere nach der Ankunft noch 100 bis 200 Höhenmeter weiter hinauf und kehre dann zur Hütte zum Schlafen zurück.
  • Aufstiegsgeschwindigkeit: Steige langsam auf. Als Faustregel gilt ab 3.000 Metern: Nicht mehr als 300 bis 500 Höhenmeter Differenz zwischen zwei Schlafplätzen pro Nacht.

2. Trinken, trinken, trinken

In der Höhe verlierst du durch die trockene Luft und die schnellere Atmung massiv Flüssigkeit.

  • Menge: Trinke mindestens 3 bis 4 Liter Wasser oder Tee am Tag.
  • Check: Dein Urin sollte hell sein. Dunkler Urin ist ein Warnsignal für Dehydration, was die Symptome der Höhenkrankheit verstärkt.

3. Verzicht auf Alkohol und Nikotin

  • Alkohol: Stört die Atmung im Schlaf, dehydriert den Körper zusätzlich und verhindert die notwendige Akklimatisation.
  • Nikotin: Verschlechtert den Sauerstofftransport im Blut.

4. Kohlenhydrate bevorzugen

Die Verdauung von Proteinen und Fetten verbraucht mehr Sauerstoff. Auf Hochtour sind leicht verdauliche Kohlenhydrate (Nudeln, Riegel, Trockenfrüchte) der beste Treibstoff.

5. Medikamente sind kein Ersatz

  • Schmerzmittel: Aspirin oder Ibuprofen können Kopfschmerzen lindern, heilen aber nicht die Ursache und können Warnsignale verschleiern.

10. Was sind die wichtigsten Sicherheitsregeln auf Hochtouren?

Planung, Wettercheck, Gruppenregel, Notfallinfos

1. Die Seilschaft

  • Nie ohne Seil auf den Gletscher
  • Seil immer straff halten
  • Angemessene Abstände und Gruppengröße

2. Zeitmanagement

  • Der frühe Start
  • Die Umkehrzeit
  • Tageserwärmung beachten

3. Ausrüstung und Technik

  • Vollständigkeit
  • Sicheres Handling
  • Seiltechnik

4. Mensch und Kommunikation

  • Ehrlichkeit
  • Keine:r bleibt allein
  • Kompetenz
  • Partnercheck

5. Orientierung und Wetter

  • Wettercheck
  • Orientierungsmittel und Können
  • Geländelesen

11. Welche Ausrüstung brauche ich für eine Hochtour?

Steigeisen, Eispickel, Seil, Helm, Gletscherbrille uvm.

1. Hardware

  • Steigeisen
  • Eispickel
  • Hochtouren-Gurt
  • Steigeisenfester Bergschuh
  • Bergseil (30–50 m)
  • 3–4 Schraubkarabiner
  • 2 Reepschnüre (ca. 1 m und 4 m)
  • Bandschlinge 120 cm
  • Eisschraube (17–21 cm)
  • Optional: mechanische Seilklemme

2. Bekleidung (Zwiebelprinzip)

  • Hardshell-Jacke und -Hose
  • Isolationsschicht (Primaloft oder Daune)
  • Softshell-Hochtourenhose
  • Funktionsunterwäsche und Midlayer
  • Handschuhe (dünn & dick)
  • Mütze
  • Stirnband oder Buff

3. Schutz

  • Helm
  • Sonnen- / Gletscherbrille
  • Sonnenschutz (Creme & Lippen)
  • Stirnlampe
  • Erste-Hilfe-Set & Biwaksack
  • Orientierung: GPS, Karte, Kompass, Höhenmesser

12. Was ziehe ich auf einer Hochtour an?

Kleidungsschichten, Schutz gegen Wetterumschwünge

Auf Hochtouren bewährt sich das Zwiebelprinzip. So kannst du deine Kleidung flexibel an Temperatur, Wind und Wetter anpassen.

Bekleidung (Zwiebelprinzip)

  • Hardshell-Jacke und -Hose
  • Isolationsschicht (Primaloft oder Daune)
  • Softshell-Hochtourenhose
  • Funktionsunterwäsche und Midlayer
  • Handschuhe (2 Paar: dünn und dick)
  • Mütze
  • Stirnband oder Buff (z. B. unter dem Helm)

13. Wie groß sollte mein Rucksack für eine Hochtour sein?

  • Tagestour: 25–30 Liter
  • Wochenendtour: 30–35 Liter
  • Hochtourenwoche: 35–40 Liter
  • Schlanke Form
  • Pickelhalterung
  • Optional Helmhalterung
  • Seilbefestigung
  • Stabiler Hüftgurt

14. Kann ich Ausrüstung ausleihen oder mieten?

Ja, besonders für Einsteiger:innen. Die Grundausstattung kostet neu schnell 600 bis 1.000 Euro.

  • Alpenvereinssektionen (DAV / OEAV)
  • Bergschulen
  • Bergsportgeschäfte in Bergsteigerzentren (z. B. Zermatt, Chamonix, Sölden)

Nicht jedes Steigeisen passt auf jeden Schuh. Teste Schuhe und Steigeisen gemeinsam und reserviere in der Hochsaison frühzeitig.

15. Wie schwierig ist eine Hochtour?

Schwierigkeits- und Erfahrungsstufen (z. B. SAC- / Alpin-Skala)





Grad Bezeichnung Gelände & Anforderungen Klettern (UIAA) Eisneigung
L Leicht Einfaches Gehgelände (Fels oder Firn), Gletscher meist flach und spaltenarm. bis 35°
WS Wenig schwierig Meist Gehgelände, erhöhte Aufmerksamkeit bei der Routenwahl. I bis II bis 40°
ZS Ziemlich schwierig Längere und exponierte Kletterpassagen, steile Firnflanken. II bis III bis 50°
S Schwierig Gute Routenwahl und sichere Seilführung zwingend, steiles Eis. III bis IV bis 60°
SS Sehr schwierig Sehr anspruchsvolle Felskletterei und sehr steile Eiswände. IV bis V bis 70°
AS Äußerst schwierig Extreme Exposition, senkrechtes Eis, kaum Sicherung möglich. ab V ab 70°

16. Wie trainiere ich für meine erste Hochtour?

Eine Hochtour erfordert Ausdauer, Kraftausdauer und Trittsicherheit.

1. Grundlagenausdauer

  • Wandern, Joggen, Radfahren oder Schwimmen
  • 2× pro Woche 60–90 Minuten
  • 1 lange Wanderung pro Woche (4–6 h)

2. Kraftausdauer

  • Treppensteigen mit Rucksack
  • Kniebeugen & Ausfallschritte
  • Rumpfstabilität (Planks)

3. Trittsicherheit & Koordination

  • Einbeinstand
  • Geländewechsel
  • Einlaufen der Bergschuhe

4. Mentale Vorbereitung

  • Knotenübungen
  • Höhengewöhnung

17. Welche Fitness sollte ich haben, bevor ich eine Hochtour mache?

Ausdauer & körperliche Voraussetzungen

  • Höhenmeter: Du kannst 800 bis 1.000 Höhenmeter am Stück aufsteigen, ohne danach völlig am Ende zu sein.
  • Dauer: Du kannst 6 bis 8 Stunden in Bewegung sein (Wandern/Bergsteigen).
  • Gepäck: Du kannst diese Leistung mit einem ca. 9 kg schweren Rucksack erbringen.
  • Puls: Du kannst im Aufstieg ein Tempo halten, bei dem du ca. 400 Höhenmeter pro Stunde schaffst, aber trotzdem noch kurze Sätze sprechen kannst (Plaudertempo).

18. Welchen Einfluss hat das Wetter auf eine Hochtour?

Bedeutung von Wetterprognosen und Wetterumschwüngen

1. Temperatur und Frostgrenze

  • Nachtstrahlung: Optimal ist eine klare Nacht, damit der Schnee abstrahlen und gefrieren kann („Durchfrieren“). Schneebrücken über Gletscherspalten sind dann stabiler.
  • Nullgradgrenze: Liegt sie sehr hoch (z. B. über 4.000 m), wird der Gletscher früh weich und sumpfig. Spalteneinbrüche und Steinschlag nehmen stark zu.

2. Sicht und Bewölkung (Whiteout-Risiko)

  • Whiteout: Wolken, Nebel und weißer Untergrund verschmelzen – Orientierung ist nur noch mit GPS oder Kompass möglich.
  • Psychischer Stress: Orientierungslosigkeit in spaltenreichem Gelände führt schnell zu Panik und Fehlentscheidungen.

3. Wind (Windchill-Effekt)

  • Auskühlung: 0 °C bei Wind fühlen sich deutlich kälter an. Erfrierungsgefahr steigt.
  • Gleichgewicht: Starke Böen können dich an schmalen Graten aus dem Gleichgewicht bringen.

4. Gewitter

  • Blitzgefahr: Grate und Gipfel wirken als Blitzableiter.
  • Warnsignale: Surrende Ausrüstung oder aufstehende Haare („Singen der Drähte“).
  • Timing: Wärmegewitter am Nachmittag sind ein Hauptgrund für den sehr frühen Aufbruch.

5. Niederschlag (Schnee statt Regen)

  • Neuschnee: Verdeckt Spalten, erhöht Rutsch- und Lawinengefahr.
  • Eisbildung: Regen gefriert sofort und macht Fels extrem schwierig oder unpassierbar.

19. Wann ist die beste Jahreszeit für Hochtouren?

Saisonale Bedingungen für Schnee, Eis und Gletscher

Frühsommer (Juni/Juli) – oft ideal

  • Gute Schneebrücken: Spalten sind noch mit kompaktem Altschnee gefüllt.
  • Angenehmes Gehen: Fester Firn ist sicherer als blankes Eis.
  • Weniger Steinschlag: Gefrorener Untergrund stabilisiert Felsflanken.

Veränderungen im Hochsommer

  • Gletscher apern aus, blankes Eis dominiert.
  • Höherer Kraftaufwand mit Steigeisen.
  • Erhöhte Spaltengefahr.
  • Randklüfte werden oft problematisch oder unpassierbar.

Regionale Unterschiede

  • Ostalpen: Meist ab Mitte Juni gut.
  • Westalpen: Saison oft erst ab Juli stabil.
  • Südalpen: Juni/Juli ideal, August oft trocken und steinschlaggefährlich.

20. Wie läuft eine Hochtour in der Gruppe ab?

Gruppenregel, Seilschaft, Kommunikation

Eine Hochtourengruppe sollte eine respektvoll funktionierende Einheit sein.

Am Vorabend: Briefing und Check

  • Material-Check
  • Rollenverteilung
  • Planung von Aufbruch und Umkehrzeit

Los geht’s: Alpiner Start

  • Frühstück oft zwischen 3 und 5 Uhr
  • Partner-Check
  • Zustieg

Anseilen und Gletscherbegehung

  • Abstände und Kommandos
  • Kommunikation (Pause, Seil straff)
  • Tempo
  • Spaltenüberquerung

Schlüsselstellen & Abstieg

  • Gleichzeitiges Gehen oder Sichern
  • Konzentration im Abstieg
  • Debriefing auf der Hütte oder im Tal

Was macht eine gute Gruppe aus?

  • Ehrlichkeit
  • Synchronität
  • Sicherheitsfokus

21. Wie plane ich Übernachtungen auf Hütten oder Biwak?

Hüttenplanung und Biwakoptionen bei Mehrtagestouren

Übernachtung auf der Hütte (Standard)

  • Reservierung: In der Hochsaison oft Monate im Voraus nötig.
  • Hüttenruhe: Meist ab 22:00 Uhr.
  • Frühstück: Für Hochtourengeher oft ab 3:00 oder 4:00 Uhr.

Ausrüstung für die Hütte

  • Hüttenschlafsack
  • Hüttenschuhe
  • AV-Ausweis

Biwakieren

  • Rechtliches: Wildbiwakieren meist verboten, Notbiwak erlaubt.
  • Ausrüstung: Biwaksack, Isomatte, warmer Schlafsack.
  • Platzwahl: Sicher, eben, nicht auf Graten.

22. Was kostet eine Hochtour ungefähr?

Orientierung zu Ausrüstung, Hütten und Bergführer:innen

1. Fixkosten

  • Hütte & Verpflegung: ca. 60–90 € pro Nacht.
  • Anreise: ca. 30–100 €.
  • Bergbahnen: ca. 20–60 €.

2. Kosten für Bergführer:innen

  • Tageshonorar ab ca. 600 € zzgl. Spesen.
  • Kostenaufteilung in der Seilschaft.
  • Geführte Gruppentouren günstiger als Privatguides.

3. Ausrüstung: Kauf vs. Leihe

  • Leihe: ca. 30–50 € pro Tag.
  • Kauf: ca. 800–1.200 € für solide Grundausstattung.
OASE alpin GmbH

Bergschule in Oberstdorf
Bahnhofplatz 5 | 87561 Oberstdorf

Auszeichnungen

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bergschule@oase-alpin.com

 

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