
Kennst du das? Du hast in einem Hotel oder auf einer Hütte übernachtet und wachst am Morgen mit roten, stark juckenden Pusteln auf? Das könnten Bisse von Bettwanzen sein. Die kleinen Blutsauger feiern gerade ein Comeback – und das nicht nur auf Hütten, sondern auch in Nobelhotels, Taxis oder Privathaushalten.
Lange war es ruhig um das Thema Bettwanzen – sie waren praktisch nicht mehr vorhanden. Das hatte vor allem mit DDT zu tun, einem Schädlingsbekämpfungsmittel, das in den 1940er-Jahren großflächig sowohl in der Landwirtschaft als auch zur Eindämmung von Malaria eingesetzt wurde. Bald aber wurde festgestellt, dass sich DDT in der Nahrungskette anreichert und nachweislich zu hormonellen Veränderungen führt – auch beim Menschen. Das Verbot kam in den 1970er-Jahren und darf durchaus als Meilenstein der menschlichen Vernunft bezeichnet werden.
Seither breiten sich die Bettwanzen allerdings wieder aus. Und dabei reisen sie am liebsten mit uns Menschen, in Rucksäcken und Koffern. Mit unserem Mobilitätsverhalten fördern wir also ihre Ausbreitung – sei es im Taxi, am Schiff, in der Bahn, von einem Hotel zum nächsten oder eben auch vom Hotel zur Hütte und von dort weiter entlang des gesamten Weitwanderweges.
In der Bekämpfung der Bettwanzen auf Hütten setzen die Alpenvereine (DAV, ÖAV und AVS) auf Aufklärung und Maßnahmen zur Eindämmung: Bei einem nachgewiesenen Befall wird dieser umgehend professionell bekämpft. Dies funktioniert mithilfe von Wärmebehandlungen, dem Freilegen und Reinigen von Rückzugsgebieten und einem guten Monitoring über Wochen. Die Hüttenwirtsleute kontrollieren die Schlafräume, schulen ihre Mitarbeiter:innen ein und setzen auf individuelle Präventionsmaßnahmen, die von dir als Gast unbedingt eingehalten werden sollten.