
Die Alpen sind das höchste Gebirge Mitteleuropas. In einem rund 1.200 Kilometer langen Bogen erstrecken sie sich über acht Staaten, vom Ligurischen Meer bis zum Pannonischen Becken. Auf einer Gesamtfläche von ca. 200.000 Quadratkilometern ragen mehr als 80 Gipfel über 4.000 Meter auf. Zugleich sind die Alpen die zentrale Wasserscheide Europas, Lebensraum vieler seltener Tier- und Pflanzenarten und geologisch hochinteressant. Dazu kommt eine große kulturelle Vielfalt, die sich in Küche, Architektur und zahlreichen Sprachen und Dialekten zeigt.
Die Alpen von Nord nach Süd zu Fuß zu überqueren ist eine bemerkenswerte sportliche Leistung. Gleichzeitig ist es eine Reise durch die Höhenstufen von montan bis hochalpin – und vom kontinentalen ins mediterrane Klima. In nur sechs oder sieben Tagen erlebt man, wie vielfältig und zugleich verbindend dieser Raum ist, landschaftlich wie kulturell.
Für eine Alpenüberquerung gibt es viele Wege, eine ist der E5 von Oberstdorf nach Meran. Hier ein Überblick, von viel begangenen bis zu ruhigeren Routen.
Die bekannteste Route über die Alpen führt auf dem Europäischen Fernwanderweg Nr. 5 – kurz: E5 – in sechs bis sieben Tagen von Oberstdorf im Allgäu bis nach Meran in Südtirol. Unterwegs wechseln die Landschaften eindrucksvoll: von den grünen Allgäuer Alpen über die schroffen Lechtaler und die hochalpinen Ötztaler Alpen bis ins mediterran geprägte Südtirol. Die technischen Anforderungen sind moderat, der höchste Punkt liegt bei der Similaunhütte auf 3.019 Metern. Übernachtet wird überwiegend in alpinen Schutzhütten.
Jedes Jahr machen sich mehrere Tausend Bergbegeisterte auf den Weg über den E5. Entsprechend belebt ist die Route in der Hauptsaison, und die Hütten sind oft schon Monate im Voraus ausgebucht. Eine frühzeitige Reservierung ist deshalb wichtig.
Ruhiger geht es auf den Varianten des E5 und auf anderen Routen über die Alpen zu.
Zu den bekanntesten Alternativen zum E5 zählt die Alpenüberquerung von Garmisch-Partenkirchen nach Sterzing. In sieben Tagen wandert man abseits der viel begangenen Routen durch den Naturpark Karwendel und die Stubaier Alpen bis nach Sterzing, der nördlichsten Stadt Südtirols.
In den letzten Jahren ist auch die Route vom Tegernsee nach Sterzing immer beliebter geworden. In sechs bis sieben Tagen überquert man die Alpen auf gut ausgebauten Wegen, vorbei am Achensee, durch das Zillertal und über das Pfitscherjoch. Die Anforderungen sind moderat, und einzelne Abschnitte lassen sich mit Bus und Bahn zurücklegen. Ideal für die erste Alpenüberquerung.
Vom Watzmann, dem Wahrzeichen des Berchtesgadener Landes, bis zu den Drei Zinnen im UNESCO-Weltnaturerbe Dolomiten: Diese Alpentraversale verbindet zwei der bekanntesten Bergsilhouetten der Alpen. Die siebentägige Tour beginnt am Königssee, führt über das Steinerne Meer und am Großglockner vorbei durch das ruhige Villgratental bis in die Sextner Dolomiten.
Die Via Spluga beginnt in Thusis im Schweizer Kanton Graubünden und führt in nur vier Tagen auf mittelschweren Wegen bis nach Italien. Dabei wandert man größtenteils auf historischen Saumpfaden, durch eindrucksvolle Schluchten wie die Viamala und über den Splügenpass. Ziel ist die kleine Stadt Chiavenna in der Provinz Sondrio mit ihrer sehenswerten Altstadt.
Die gängigsten Alpenüberquerungen führen auf kürzestem Weg über den Alpenhauptkamm von Nord nach Süd und dauern rund eine Woche. Man kann die Alpen aber auch über mehrere Wochen durchwandern, zum Teil sogar in ihrer ganzen Länge von Ost nach West – oder umgekehrt.
Der Rote Weg der Via Alpina verbindet alle acht Alpenstaaten in einer einzigen großen Wanderung. Er folgt dem Alpenbogen von Triest in Italien über Slowenien, Österreich, Deutschland, Liechtenstein, die Schweiz und Frankreich bis nach Monaco am Mittelmeer. Auf rund 2.600 Kilometern sind 161 Etappen zu bewältigen. Viele davon sind technisch moderat, Länge und Logistik machen den Weg aber zu einem mehrmonatigen Projekt. Übernachtet wird in Schutzhütten oder in Hotels und Pensionen im Tal.
Der Alpe-Adria-Trail beginnt am Fuß des Großglockners und führt durch die Hohen Tauern und über die Karawanken bis ans Meer bei Muggia. Auf rund 750 Kilometern und 43 Etappen ist er als Genusswanderweg angelegt, weitgehend ohne hochalpine Passagen.
Auch die Via Venezia Alpina mit Start in Scharnitz an der deutsch-österreichischen Grenze gilt als klassische Alpendurchquerung. Sie führt durch das Karwendel, die Tuxer und Zillertaler Alpen sowie die Dolomiten bis nach Venedig. Die anspruchsvolle Hüttentour ist in 22 Tagesetappen unterteilt und setzt eine gute Kondition sowie Bergerfahrung voraus.
Der Nordalpenweg (01) ist ein österreichischer Weitwanderweg. Auf rund 1.000 Kilometern folgt er dem nördlichen Alpenbogen von Wien bis zum Bodensee bei Bregenz. Unterwegs quert er bekannte Gebirgsgruppen wie Hochschwab, Gesäuse, Dachstein, Karwendel und das Wettersteingebirge mit der Zugspitze. Der Weg ist in rund 50 Etappen unterteilt und führt in weiten Teilen durch alpines Gelände, stellenweise über ausgesetzte Bergwege.
Natürlich kann man die Alpen auch mit dem Fahrrad über- und durchqueren, von Nord nach Süd ebenso wie von Ost nach West. Zu den bekanntesten Radrouten zählen die Via Claudia Augusta über Fern- und Reschenpass nach Venedig, der Alpe-Adria-Radweg von Salzburg nach Grado und die Route München–Venedig. Mit dem Mountainbike führt die anspruchsvolle Heckmair-Route von Oberstdorf zum Gardasee.
Auch auf Skiern ist eine Alpendurchquerung möglich. 1971 gelang das vier Bergsteigern um Robert Kittl: In rund 40 Tagen durchquerten sie die Alpen von Reichenau an der Rax bis nach Nizza, über berühmte Gipfel wie Großglockner, Dufourspitze und Mont Blanc. 2018 wiederholte ein internationales Team diese Route im Projekt „Red Bull Der lange Weg“.
Deutlich kürzer, aber nicht weniger eindrucksvoll ist eine Ski-Transalp von Nord nach Süd. In rund fünf Tagen geht es dabei z. B. von Oberstdorf durch Vorarlberg, Tirol und das Engadin bis nach Südtirol, oft mit Liftunterstützung und Freeride-Abfahrten im Tiefschnee.
Welche Route passt, hängt von Bergerfahrung, Kondition, verfügbarer Zeit und dem gewünschten Charakter der Wanderung ab. Der E5 von Oberstdorf nach Meran ist ein bekannter Klassiker mit alpinen Hüttenübernachtungen. Die Strecke vom Tegernsee nach Sterzing verläuft überwiegend auf gut ausgebauten Wegen und bietet Möglichkeiten, einzelne Abschnitte mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen. Wer ruhigere Wege sucht, kann Varianten des E5 oder andere Alpenüberquerungen in Betracht ziehen. Für mehrere Wochen eignen sich längere Alpendurchquerungen wie die Via Alpina.
Natürlich kann man die Alpen auch mit dem Fahrrad über- und durchqueren, von Nord nach Süd ebenso wie von Ost nach West. Zu den bekanntesten Radrouten zählen die Via Claudia Augusta über Fern- und Reschenpass nach Venedig, der Alpe-Adria-Radweg von Salzburg nach Grado und die Route München–Venedig. Mit dem Mountainbike führt die anspruchsvolle Heckmair-Route von Oberstdorf zum Gardasee.
Auch auf Skiern ist eine Alpendurchquerung möglich. 1971 gelang das vier Bergsteigern um Robert Kittl: In rund 40 Tagen durchquerten sie die Alpen von Reichenau an der Rax bis nach Nizza, über berühmte Gipfel wie Großglockner, Dufourspitze und Mont Blanc. 2018 wiederholte ein internationales Team diese Route im Projekt „Red Bull Der lange Weg“.
Deutlich kürzer, aber nicht weniger eindrucksvoll ist eine Ski-Transalp von Nord nach Süd. In rund fünf Tagen geht es dabei z. B. von Oberstdorf durch Vorarlberg, Tirol und das Engadin bis nach Südtirol, oft mit Liftunterstützung und Freeride-Abfahrten im Tiefschnee.
Welche Route passt, hängt von Trittsicherheit, Kondition, verfügbarer Zeit und dem gewünschten Charakter der Wanderung ab. Der E5 von Oberstdorf nach Meran ist ein bekannter Klassiker mit alpinen Hüttenübernachtungen. Die Strecke vom Tegernsee nach Sterzing verläuft überwiegend auf gut ausgebauten Wegen und bietet Möglichkeiten, einzelne Abschnitte mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen. Wer ruhigere Wege sucht, kann Varianten des E5 oder andere Alpenüberquerungen in Betracht ziehen. Für mehrere Wochen eignen sich längere Alpendurchquerungen wie die Via Alpina.
Bergschule in Oberstdorf
Bahnhofplatz 5 | 87561 Oberstdorf
bergschule@oase-alpin.com
+49 8322 8000 980