| Donnerstag, 22.06.00 | ||
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06:00 Abfährt mit dem Auto über Karlsruhe, Basel, Bern, Lötschbergtunnel nach
Täsch.
13:00 Ankunft in Täsch, gemeinsam mit Marianne, Johann, Liane und Thomas. Habe die Vier bei der Autoverladung in Kandersteg getroffen. Auto auf dem Garagenhof Alp- Hubel geparkt und gemeinsames Essen / Kaffeetrinken. Zwischenzeitlich sind Rolf und Günter sowie Jutta zur Wandergruppe gestossen. 14:00 zum geplanten Abmarsch in die Wanderkleidung geschlüpft, neue Mütze aufgesetzt und 14:30 nach Eintreffen des nächsten Zuges ist die Gruppe vollständig und die Wanderung be- ginnt mit einem heftigen Anstieg zur Tischalp auf 2200m, zum Glück noch mit dem Kleinbus. 15:00 angenehmer Aufstieg zu Fuss auf die Täschhiitte (2701m) . Ideal zum Einlaufen. 16:30 Ankunft auf der urigen Hütte. Komplette "Nasszelle" (Damen-u. Herren-WC, Pissoir und Waschrinne) abseits der Hütte. Gemeinschaftsschlafraum und Gastraum sind ok. Vom zur Hütte passenden urigen Hüttenwirt (oder -helfer?) sind wir ausreichend mit Essen versorgt worden. Karlheinz hat es zwischenzeitlich fast den Verstand geraubt, da der Hütten-Steinbock zum Foto-Shooting bis vor die Hütte kam. |
| Freitag, 23.06.00 |
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06:30 Nach unruhigem Schlaf wegen der harten (oder zu dünnen) Unterlage sowie den ständigen "Säge-Geräuschen" war die Morgenwäsche bei kaltem Bergwasser unter freiem Himmel angesagt.
07:00 Frühstück mit Brot, Marmelade und Kaffee oder Tee. Den Wandertee haben wir gratis 07:45 Abmarsch über den Fahrweg zurück zur Täschalp und weiter über den Europaweg zur 10:00 kurze Trinkpause im Nebel, Anorak wegen der hohen Luftfeuchtigkeit angezogen 10:30 mit der Sonnenbrille die Sonne und das Matterhorn gelockt. 10:45 der Versuchung "Rast auf der Tufternalpe, 2215m" widerstanden. 11:15 Rast auf der Terrasse des Sunnega-Restaurantes (2288m) nüt herrlicher Aussicht auf die umliegenden Berge (Schihänge ohne Schnee). Hier entlässt die Metro aus Zermatt die Sonnenanbeter bzw. die Schifahrerrnasse. Wem es durch den Berg zu langweilig ist, der kann als Passagier mit dem Drachen nach unten fliegen. 12:30 nach guten Rösti Abmarsch im Sonnenschein mit kurzem Hemd u. hochgekrempelter Kniebundhose in Richtung Grünsee. 13:30 nochmalige Rast zum Sonnenbaden und Füsse kühlen am wunderschönen, kleinen Grindjisee (2334m), Wurst und Brot gegessen. Rolf hat den Abstecher zum See nicht mitbekommen und ist alleine zum Grünsee gewandert, 15:00 Ankunft im Bärghüs Grünsee (2296m) . Kaffee und Kuchen auf der Terrasse. Duschen, Spaziergang zum See, gutes Abendessen und Übernachtung im Mehrbettzimmer. Bewegtes Schlafen in der dritten Etage der Stockbetten. |
| Samstag,24.06.00 |
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06:30 Wecken
07:00 gutes Frühstück 08: 00 Abmarsch im Nebel und bei kühlem Wetter, nur bergauf Richtung Gornergrat 09:30 Trinkpause auf 2820m, dann über die Schienen (2950m) in Richtung Riffelsee. 10:45 Brotzeit (ca. 30 min.) vor herrlichem Panorama mit Sicht auf Kleines Matterhorn, Breithorn und viele andere 4000er Gipfel. 11:15 Abstieg über den Riffelsee Richtung Furi. Sieben Steinböcke und viele, viele Japaner gesehen. Beim Abstieg dann den kürzeren, aber steilen und kurvigeren Weg gewählt, Bis zum Flussbett (Gletscherfluss, Gletschertor) auf ca. 2040m abgestiegen. Schöner Abstieg. 13:30 Rolf hat Knieprobleme und ist zur Seilbahn nach Furi gegangen, während wir eine "riskante" Flussüberquerung gemacht haben. Danach sind wir in der "Wildnis" ohne erkennbaren Weg bis zu unserem schönen Rastplatz unterhalb der Seilbahn gegangen. 15:00 Aufstieg zur Station Furrg auf 2431m und 15-minütige Trinkpause. Leider war die Luftseilbahn zum Schwarzsee nicht in Betrieb und ein weiterer Aufstieg war angesagt. 16:00 Ankunft im Hotel Schwarzsee (2582m). Rolf war schon oben. Kaffee und Kuchen sowie eine Dusche wartete auf uns. Nach dem Duschen alleine den Schwarzsee in Hausschuhen umrundet. Gutes Abendessen und angenehme Übernachtung im 4-Bett-Zimmer. |
| Sonntag, 25.06.00 |
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07:30 Vor dem Frühstück geduscht. Hatte Angst das dass Wasser nicht mehr ausreichend nachfliesst, so gering war der Wasserdruck. Gutes Frühstück (u. a. mit Bircher-Müsli).
Empfang der Lebensmittel für die Selbstversorgung auf der Schönbielhütte. Habe Spaghetti und Milch getragen.
08:30 Abmarsch bei leichtem Schneefall (Tische waren mit Schnee bedeckt) über den Berg mit einem möglichen Abstecher zur Hörnli-Hütte (3260m). Sonne scheint, doch der Nebel verändert ständig die Aussichten. 10:00 Entscheidung auf 2950m über den Weg nach oben zur Hörnli-Hütte oder nach unten in Richtung Schönbiel-Hütte. Es ist kalt, aber trocken. Da die Sicht ständig wechselt wird der Weg nach unten begangen. 11:45 Ankunft auf der Stafelalp (2200m) nach anstrengendem Abstieg. Mittagspause auf der Sonnenterrasse. 13:00 Abmarsch zur Schönbiel-Hütte in die Talsohle und dann mit stetiger Steigung am Rand einer Gletscher-Moräne. Ein Fehltritt kann hier der letzte Tritt sein. 16:00 Ankunft im Winterraum der Schönbiel-Hütte (2694rn). Da uns der Holzvorrat nicht genug erscheint, zerkleinern Günter und ich mit einer von uns am Stiel mit Tapeband umwickelten Axt und einem Stein gesammeltes Holz und Vierkantbalken. Damit kann der Herd von Johann ungeheizt und das Wasser für den Kaffee und die Spaghetti erhitzt werden. Küchendienst hatten Marianne, Liane und Jutta. Waschwasser gibt es im nahen Bach und die Plumpsklos außerhalb der Hütte. Der Gemeinschaftsraum ist mit 4 Dreistockbetten und einem Tisch ausgestattet. Zwei vorh. Kerzen spenden uns das nötige Licht. Ich schlafe im untersten Bett (fast auf dem Fussboden) und friere heute das erste Mal erbärmlich. Muss Trainingshose, Flieshemd und zusätzliche Decke nehmen. Der viele Tee hat mich nachts vor die Hütte geschickt und ich konnte einen sternenklaren Himmel sehen. |
| Montag, 26.06.00 |
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06:30 Schon Frühstück, da alle nicht länger schlafen konnten. Vorher
erfrischende Morgenwäsche am Bach. Es ist kalt. Das Tal ist im Nebel, nur die Berge sind sichtbar.
Üppiges Frühstück von den transportierten Lebensmittel (Kaffee, Tee, Brot,
Marmelade und Käse). Die nicht aufgebrauchten Lebensmittel wurden als Marschverpflegung mitgenommen.
08: 15 Abmarsch auf gleichem Weg zurück bis auf 2330m (unterwegs einen noch lebenden Bruder von Ötzi gesehen) und dann wieder bergauf bis auf 2695m. 10:15 nach kurzer Rast erreichen wir den herrlichen Höhenweg Richtung Trift und haben ständig die 4000er vor Augen. Auch sieht man die schon gegangenen Wanderstationen wie an der Schnur aufgereiht. 11:20 Garderobenwechsel und kurze Trinkpause. 11:30 Abstieg von 2650m zur Trifthütte. 12:30 Ankunft vor dem Hotel (Berggasthof) Trift in 2337m Höhe und sofortiges belagern einer schönen Wiese mit allseitigem Geplätscher. 1 Stunde Pause. 13:30 weil es so schön ist, Pause um 30 min. verlängert. 14:00 Abmarsch Richtung Zermatt über steilen, aber sehr schönen Zickzack-Weg mit Trinkpause auf der Edelweiss-Hütte in 1960m gegen 14:45. 15:30 weiterer Abstieg und Ankunft in Zermatt (1620m). 16:00 nichts wie ins Hotel und unter die Dusche. Leichte Kleidung an und Sparziergang durch Zermatt. Kaffeetrinken und Touristen-Gucken vor dem Bahnhof gemeinsam mit Jutta, Liane, Rolf, Karlheinz und Günter. Vor dem Abendessen Ausgabe der notwendigen Gurte, Steigeisen und Eispickel mit anschliessender Anprobe bzw. Anpassen in der Hotelhalle. Gemeinsames (Rösti-) Abendessen. |
| Dienstag, 27.06.00 |
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07:00 Frühstück im Hotel. Das erste Mal kein Frühnebel.
07:45 Abmarsch zur Seilbahn mit verringertem Gepäck, jedoch mit den Steighilfen. Habe mich warm angezogen (Flieshemd über langem Wanderhemd) und vorsorglich doch die kurze Hose und das kurze Hemd für den Rückweg eingepackt. 09:00 Ankunft auf der Bergstation des Kleinen Matterhorns (3820m). Temperatur -3'C. Auf der knochenharten Skipiste den Gurt angezogen und dann Abmarsch zum Gipfel. 10:05 erste Rast und letzte Möglichkeit zur eigenen Umkehrentscheidung. Rolf, Günter und Karlheinz bleiben unten bzw. gehen wieder an den Ausgangspunkt zurück und besteigen die Gipfelterrasse des Kleinen Matterhorns. Steigeisen an die Schuhe, ran ans Seil und dann im Zeitlupentempo (man muss ganz schön schnaufen) Richtung Gipfel. Thomas vorne, ich hinten, dazwischen wie auf der Perlenschnur Jutta, Liane, Marianne und Johann. Nur nicht aufs Seil treten. Beim Aufstieg benutzen wir schon begangene Pfade und sind um 1 1:15 auf dem Gipfel des Breithorn (4164m). Ein gigantischer Moment und Gratulation von/zu allen Seiten. Zum Glück waren fremde Wanderer oben und können Fotos von der gesamten Gruppe machen. 11:15 Abmarsch über den gleichen Hang, nur ist die Reihenfolge jetzt umgekehrt. 12:00 Rast am "Umkehrplatz" und Steigeisen von den Schuhen, Anorak wieder aus. 12:50 Ankunft bei der Bergstation nach mühevollem Rückweg über aufgeweichten Schnee. Abfahrt mit der Seilbahn nach Furi und Beinahe-Verlust von Liane (hatte die Fahrkarte nicht mehr gefunden). In Furi gemütliches Ausklingen der Wanderung auf schöner Gartenterrasse bei Kaffee und Kuchen. Thomas war "fix und fertig" und musste mit der Seilbahn nach Zermatt fahren und die Gruppe spazierte langsam nach unten. Unterwegs hat uns noch mal eine Liegewiese gelockt und der Spaziergang wurde somit länger als geplant. Nach dem Duschen im Hotel war individuelle Freizeit angesagt. Abends gemeinsames Käsefondue und Abschluss in einem Strassenlokal. Nachts Gewitter und Regen. Glück gehabt. |
| Mittwoch, 28.06.00 |
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07:30 gemeinsames Frühstück und Taxifahrt nach Täsch. Herzliches Auseinandergehen und Freude auf die verabredete Tour im nächsten Jahr.
Fazit. sehr schöne Wanderung, es hat sich wieder gelohnt. |