1. Tag
Mit der Seilbahn von Oberstdorf zum Nebelhorn und dann
zum Prinz-Luitpold-Haus (1846m)
Die Wanderung beginnt am Oase-Büro im Regen. Mit der Nebelhornbahn
tauchen wir kurz vor der Bergstation, dem Namen entsprechend, in dichten
Nebel ein. Nach einer kurzen Rast bei einem warmen Getränk und der
unbegründeten Hoffnung auf besseres Wetter geht es dann gegen Mittag
los. Bis kurz vorm Ziel gibt es nur dichte Wolken und Dauerregen.
2. Tag
Vom Prinz-Luitpold-Haus zur Hanauer Hütte (1922m)
Der Aufbruch am Morgen erfolgte wieder im Regen, oberhalb 2000m
schneite es dann, was etwas angenehmer war. Wegen des Wetters mußte
auch die Besteigung des Hochvogels und der folgende Klettersteig ausfallen,
es wurde ein Weg unterhalb des Gipfels gegangen. Nach der Mittagspause
in Hinterhornbach (1101m) und einer kurzen Busfahrt folgte noch der Aufstieg
zur Hanauer Hütte (1922m). Am Nachmittag gab es sogar kaum noch Regen.
3. Tag
Von der Hanauer Hütte nach Zams und zum Venetberg
(2512m)
Über Nacht hatte es wieder geschneit, wenigstens gab es eine
Sicht auf die umliegenden Berge. Es ging über die Dremelscharte (2434m)
nach Zams. In Zams schien sogar gelegentlich die Sonne und die Sicht wurde
auch besser. Mit der Seilbahn fuhren wir auf den Krahberg (2208m). Von
dort führte der Weg über den Venetberg (2512m) zu einer Alm.
4. Tag
Auf dem Weg von der Alm zur Braunschweiger Hütte
(2760m)
Es ging von der Alm nach Wenns, von dort folgte eine Busfahrt ins
Pitztal nach Mittelberg (1734m). Die Rucksäcke wurden mit der Materialseilbahn
zur Braunschweiger Hütte transportiert. Unsere Gruppe stieg
so erleichert relativ schnell zur Braunschweiger Hütte auf. Zu sehen
gab es leider nicht viel, da ab ca. 2000m dichter Nebel war. Wenigstens
regnete es nicht und wir waren schon zeitig am Tagesziel, so daß
wir uns für den folgenden Tag gut vorbereiten konnten. Unter anderem
war eine Anprobe der Steigeisen und der Klettergurte notwendig.
5. Tag
Zur Wildspitze (3772m) und nach Vent
Wecken gegen 5Uhr, Aufbruch kurz nach 6Uhr in der Morgendämmerung.
Der Himmel war wolkenlos, es bot sich ein einzigartiges Panorama. Kurze
Zeit später sind erste Bergspitzen von der aufgehenden Sonne rötlich
gefärbt, während es im Tal noch dunkel ist. Der Weg führte
in ca. 6 Stunden über Gletscher zur Wildspitze. Genau um 12Uhr steht
die erste Gruppe oben, die Sicht ist noch sehr gut, es ziehen aber schon
Wolken auf. Der Abstieg erfolgt über die Breslauer Hütte zum
Sessellift bei Vent. In Vent gibt es seit Tagen wieder mal ein richtiges
Bett und auch eine warme Dusche.
6.Tag
Von Vent zur Similaun-Hütte (3019m)
Am Morgen in Vent wieder Regen. Kurz nach dem Aufbruch in Richtung
Martin-Busch Hütte hörte der Regen aber auf. Die Similaun-Hütte
erreichten wir schon kurz nach Mittag. Fast alle wanderten dann noch zur
Ötzi-Fundstelle und einige kletterten trotz Schneesturm auf die Fineil-Spitze
(3516m).
7. Tag
Aufstieg zum Similaun (3606m) und Abstieg ins Schnalstal
(1690m)
Wieder ein früher Aufbruch, diesmal um 7.30Uhr. Das Wetter
ist wunderbar, wir sind die ersten auf dem Weg zum Gipfel. Unser
Bergführer Ecke zieht die Spur im Neuschnee auf dem Gletscher. Nach
2 Stunden sind wir auf dem Similaun. Dann geht es fast 2000m bergab ins
Schnalstal. Nach einer Rast an einem alten Bauernhof endet die Tour.
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27.09.2000 Frank
Becker , Bilder von Bianca, Wolfgang und Frank