Über OASE AlpinCenter
Unser Team
Mitfahrzentrale
Geschenkgutschein
Was Sie wissen sollten
Informative Links
Presseberichte
Partner
Reisebedingungen
Reiserücktrittsvers.
 
OASE AlpinCenter
Bahnhofplatz 5
87561 Oberstdorf
Tel: +49 8322 8000 980
Fax: +49 8322 8000 98 19

bergschule@oase-alpin.de
 
 
Pressebericht: Alpenüberquerung - Zu Fuß über die Alpen - Auf dem Fernwanderweg E5 In sechs Tagen von Oberstdorf nach Meran

Der Mythos Alpendurchquerung lebt: Der Europäische Fernwanderweg E 5 vom Bodensee zur Adria führt auf der Etappe Oberstdorf - Meran vom gemütlichen Alpenvorland hinein in die zerrissene Eiswelt der Ötztaler Alpen und hinunter in die Palmenwelt Merans.

Vom Menschengewühl in Oberstdorf mit dem Taxi bis zur Spielmannsau und von dort in drei Stunden auf die Kemptener Hütte. Das Grün der Almweiden reicht bis unter die nahen Gipfel. Freundliche Bewirtung mit jeder Menge Nachschlag, damit am nächsten Tag ja keiner hungrig übers Joch ins Österreichische muss. Am nächsten Morgen kurzer Anstieg ins Mädelejoch an der deutsch-österreichischen Grenze und Abstieg durch den Höhenbachtobel nach Holzgau ins Lechtal. Die Taxifahrt ins wildromantische Madautal verursacht bei den meisten Gästen ein flaues Gefühl im Magen - vielleicht, weil der Taxifahrer fortwährend von seiner Seemannszeit erzählt. Zur Entschädigung schweben die Rucksäcke danach mühelos mit der Materialbahn in die Höhe, während die schon etwas müden Gehwerkzeuge noch zwei Stunden Steigarbeit bis zur Memminger Hütte leisten müssen. Einige Weitwanderer lassen sich zu einem spätabendlichen Gipfelsturm auf den Seekogel hinreißen.
Am nächsten Tag "nur" anderthalb Stunden Aufstieg in die Seescharte, dafür 1800 Höhenmeter hinunter nach Zams im Inntal. Die Sonne sticht und lacht vor sich hin, und so mancher Fluch verhallt in der steilen Schlucht, dem Zamser Loch. In Zams wandert die Truppe zusammen mit qualmenden Fernlastzügen durch die Ortschaft, um an der anderen Talseite mit der Venetbahn in stillere Höhen zu schweben. Noch einmal zwei "saure" Gehstunden über den Venetberg bis zur Larcheralm. Hier verbergen sich hinter altem Holzgebälk die erste Dusche seit Oberstdorf und eine nette Almwirtin. Gemütlich geht es am nächsten Morgen über den Forstweg hinunter nach Wenns im Pitztal und dort mit dem Linienbus nach Mittelberg. Dass die Materialbahn zu den besten Erfindungen dieser Welt zählt, davon sind die meisten Weitwanderer überzeugt, nachdem Sie nochmals ohne Gepäck den Hüttenanstieg zur Braunschweiger Hütte genießen können. Kurz vor der Hütte der endlose Blick in die Eiswelt der Ötztaler Alpen.

Früh am nächsten Morgen steigt die Gruppe hinauf zum Pitztaler Jöchl, dem mit 3000 Metern höchsten Punkt der Wanderung. Die Aussicht reicht bis weit hinein nach Südtirol. Nach einem kurzen Abstieg zum Rettenbach- und Tiefenbachgletscher führt die Route über den neu erbauten Panorama-Höhenweg nach Vent; hier gibt es die zweite Dusche seit Oberstdorf. Am letzen Tag ein langer, gemütlicher Anstieg vorbei an der Martin-Busch-Hütte ins Niederjoch und zur Similaunhütte. Hier wurde "Ötzi" gefunden. Für die Gruppe verläuft der zweite Grenzübertritt der Wanderung jedoch ohne Probleme. Auf der anderen Seite 1200 Höhenmeter hinunter nach Vernagt im Schnalstal, wo der Bus nach Meran wartet. Dort sitzt die Hitze drückend im Talkessel, aber der Wein schmeckt doppelt gut, und die Palmen erscheinen so unwirklich wie die gesamte Tour. Die Alpen, in sechs Tagen durchwandert. Auf abenteuerlichen Schleichwegen, die die riesigen Berge teilen, wie damals Abrahams Hand das Rote Meer.

Christian Ladurner

INFO
An- und Abreise: Anreise nach Oberstdorf mit PKW oder Bahn. Busrückfahrt von Meran.
Beste Wanderzeit: Ende Juni bis Mitte September
Voraussetzungen: Durchschnittliche Kondition, Trittsicherheit und Ausdauer für Tagesetappen von bis zu neun Stunden.
Medizinische Versorgung: Fast täglich wird eine Ortschaft im Tal durchwandert. Alle Schutzhütten verfügen über Telefon.
Karte und Wanderführer: von Kompass ("Wanderführer E 5")

 
<< zurück
Wo Freizeit zum Erlebnis wird... © www.oase-alpin.com